Helmbrechts Für Rockabillys, Weltmusik-Fans und Folkies

Jim Rotramel von den Number 9 Blacktops aus Carbondale im US-Bundesstaat Illinois. Foto: /PR

Qualität, Qualität und Qualität: Mit einem außergewöhnlichen Programm wartet der Verein für offene Jugendarbeit „Die Gunga“ aus Helmbrechts bald auf.

Die Festivalreihe namens „Das akustische Frühjahr 2023“ bietet gleich sieben Bands auf, die bei aller stilistischer Vielfalt eines gemeinsam haben: absolute Qualität. Die Konzerte finden auf Spendenbasis im Filmwerk statt.

Den Auftakt macht bereits am 3. Januar des kommenden Jahres eine Band aus Carbondale im US-Bundesstaat Illinois: The Number 9 Blacktops. Das Trio um Sänger und Gitarrist Jim Rotramel spielt Rock’n’Roll und Rockabilly mit zahlreichen anderen Einflüssen – immer gekennzeichnet von schnellem Spiel in einer erdigen, authentischen Note. Die Alben der Band wurden von absoluten Szenegrößen wie Eddie Spaghetti (Supersuckers) und Rick Miller ( Southern Culture on the Skids) produziert. Mehrfach spielten die Jungs auch schon im Vorprogramm von keinem Geringeren als Mister Chuck Berry. Ihre aktuelle Tour führt die drei Nordamerikaner nach einer konzertanten Silvestersause im legendären „Wild At Heart“ in Berlin-Kreuzberg unter anderem weiter nach Leipzig, Frankfurt am Main – und eben ins Filmwerk nach Helmbrechts.

Am 20. Januar beehren Dobré aus München die „Gunga“: Die Band spielt ausgefeilten Folk-Pop mit überschwänglichen Melodien, einer Prise Psychedelic – und ganz viel Gefühl. Und für den 28. Januar haben sich Seféria im Filmwerk angekündigt. Herzensangelegenheit der fünf Frauen um die Bandgründerin Chrisa Lazariotou ist die Neuinterpretation traditioneller Musik aus dem Balkan – und ein prominentes Mitglied der Fünfers Marja Burchard, die bekanntlich von ihrem Vater Christian die Leitung der legendären Weltmusikband Embryo übernahm.

Liedhaft geht’s am 8. März des kommenden Jahres weiter, wenn die kanadischen Künstler Ellen Froese, Jacob Brodovsky und Owen Meany die Bühne entern werden – sie stammen allesamt aus Winnipeg und Nova Scotia.

Bereits seit Ende des vergangenen Jahrtausends machen The Green Apple Sea aus Nürnberg Musik – unvergessen, um diese Zeit herum, ihr Beitrag zur kultigen „Return To Sender“-CD-Reihe, die Songs auch weit berühmterer Künstler in Album-Form bündelte, unter anderem von Townes van Zandt. Und so ist es weder ein Wunder, dass die „Hauptstädter“ schon mehrfach in Helmbrechts auftraten noch, dass sie an ihrem bereits fünften Alben basteln: am 25. März kommen sie mit ihrem luftigen Americana-Sound ins Filmwerk. Und im Schlepptau haben sie dann die seelenverwandte Band The Gentle Lurch.

Gleich drei Acts, die das Etikett „Folk“ in den unterschiedlichsten Farben bemalen, haben sich für den 11. April in Helmetz angekündigt: Napaea aus Graz, Light & Rain aus Darmstadt und John Steam Jr. aus Nürnberg.

Zum Abschluss von „Das akustische Frühjahr 2023“, das wohl doch eher halbakustisch werden dürfte, gibt’s noch einen weiteren aufstrebenden Singer/Songwriter: Philip Bradatsch aus München und seine Band „Cola Rum Boys“ sind authentisch bis ins Mark. Sie haben ihr neues Album „Die Bar zur guten Hoffnung“ (Trikont) komplett analog aufgenommen. Und ihre Texte sind wahrhaft poetisch. Das und noch ein paar Dinge mehr subsumieren sich dann zu dem, was man „das gewisse Etwas“ zu nennen pflegt. Nachzuhören am 29. April im Filmwerk. Auch zu erleben sein wird an diesem Abend die Sendelband aus Veitshöchheim um die beiden gebürtigen Helmbrechtser Musiker Sebastian und Julian Will.

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