Helmbrechts - Seit Jahren arbeitet die Stadt Helmbrechts mit der Firma Netcon Consulting aus Bad Staffelstein zusammen, um in Sachen Breitbandausbau den Markt zu erkunden. In der jüngsten Stadtratssitzung legte Siegbert Reuther vom genannten Unternehmen einen Bericht dazu vor. Seinen Worten zufolge besteht in Helmbrechts die Chance einer Förderung für den Glasfaserausbau im gesamten Stadtgebiet. „Glasfaserkabel bieten viele Vorteile, müssen aber flächendeckend eingebaut werden“, erklärte er. Dies erfordere einen „gigantischen Aufwand“. Daher müsse man realistischerweise mit acht bis zehn Jahren rechnen, bis alle Anwesen in Helmbrechts versorgt sind. „Die Frage ist nicht, ob Glasfaser kommt, sondern wann“, sagte der Referent. Seit 2018 erfolge eine entsprechende Aufrüstung in den Außenorten; hier gab es bei der Erschließung Zuschüsse über den sogenannten Höfebonus. Der Staat dürfe mit Förderungen aber nur bei einer Unterversorgung eingreifen. Diese beträgt 90 Prozent bei Internetleistungen, die derzeit unter 100 Megabit liegen. Demnächst wird aber eine etwas höhere bereits vorhandene Geschwindigkeit für Zuschüsse zugrunde gelegt. Dies bedeutet, dass bald alle Anwesen im Stadtgebiet begünstigt werden können. Momentan handelt es sich laut Reuther um 2888 förderfähige Adressen. Davon sind 307 bereits gefördert und 89 durch die örtlichen Licht- und Kraftwerke versorgt. Weitere 307 Adressen können erst ab 2023 von den staatlichen Subventionen profitieren. „Ganz Helmbrechts kann gefördert werden, das sind perfekte Voraussetzungen. Nutzen Sie diese Chance“, rief der Redner den Stadträten zu.