Helmbrechts Streit in Unterkunft endet mit Messerangriff

Ein nächtlicher Streit in Helmbrechts ist eskaliert: In der Asylunterkunft kam es zu einem Messerangriff.

Die Polizei musste wegen eines Messerangriffs in der Asylunterkunft in Helmbrechts anrücken – Symbolfoto. Foto: IMAGO/pictureteam

In der Unterkunft für Asylsuchende in Helmbrechts ist es in der Nacht zum Donnerstag zu einer handfesten Auseinandersetzung gekommen, bei der ein Mann leicht verletzt wurde.

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Gegen 2.30 Uhr alarmierten mehrere Bewohner die Polizei, nachdem ein 26-jähriger Somalier mit einem Messer in der Hand auf Mitbewohner losgegangen war. In der Folge kam es zu einem Gerangel, bei dem ein 42-jähriger Syrer mit der Hand in die Klinge fasste und eine oberflächliche Schnittverletzung erlitt, heißt es im Bericht der Polizei.

Situation eskalierte wohl, weil der Mann betrunken war

Mehrere Streifenwagen rückten mit Schutzausrüstung an und nahmen den Beschuldigten widerstandslos in Gewahrsam. Bei der Überprüfung stellten die Beamten fest, dass der Mann deutlich alkoholisiert war – der Wert lag bei knapp drei Promille. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde ihm eine Blutprobe entnommen.

Verlegung soll weitere Konflikte verhindern

Ein Richter ordnete an, dass der Beschuldigte bis zum Mittag in der Gewahrsamszelle bleiben muss. Um weitere Konflikte mit anderen Bewohnern zu vermeiden, wurde in Absprache mit den Behörden eine Verlegung in eine andere Unterkunft organisiert. Nach dem Packen seiner Sachen trat der 26-Jährige die Verlegung an.

Der Mann muss sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten.