Selb - Herbert Hohenberger reicht es. „Das hat doch mit Eishockey schon lange nichts mehr zu tun“, sagt der Trainer des VER Selb angesichts der dramatisch schlechten personellen Lage in seiner Mannschaft. Die Ergebnisse spielen längst eine untergeordnete Rolle, die Spiele sind eine einzige Farce. Auch die beiden jüngsten Niederlagen gegen Bayreuth (0:7) und in Kaufbeuren (0:8) wurden im Lager der Wölfe nur noch mit einem leichten Schulterzucken zur Kenntnis genommen. „Mehr ist momentan nicht drin“, sagt Hohenberger mit Blick auf seine körperlich und längst auch mental mehr als angeschlagenen Spieler, die sich noch über das Eis schleppen können. Waren es am Sonntag im Allgäu noch „stolze“ 13 Feldspieler, die sich nach Kräften abmühten, die Niederlage einigermaßen in Grenzen zu halten , werden es an diesem Dienstag (20 Uhr) beim Gastspiel bei den Eispiraten Crimmitschau aller Voraussicht nach nur noch derer neun sein. Das unfassbare Verletzungspech und das Quarantäne-Wirrwarr hat seine Fortsetzung gefunden. Mit Ben Böhringer (Verdacht auf Fußbruch), Feodor Boiarchinov (Schulter ausgekugelt) sowie Lars Reuß und Nick Walters, die nach einem weiteren weiteren positiven Fall im Mannschaftsumfeld am Montag wieder in Quarantäne mussten, erhöht sich die Ausfallliste auf nunmehr 14 Spieler.