Nach dreijähriger Bauzeit kann das neue Strahlenschutzlabor am Landesamt für Umwelt (LfU) in Melkendorf seine Arbeit aufnehmen. Fast 43 Millionen Euro hat der Freistaat unter anderem in den futuristischen Bau investiert, in dem hochkarätige Fachleute künftig unterschiedlichste Proben auf Radioaktivität und Strahlung untersuchen. Die Besonderheit: Der Hightech-Bau, der mit 15 neuen Stellen für hoch qualifizierte Fachleute zusätzlich zu den 60 bereits vorhandenen verbunden ist, verschwindet weitgehend unter der Erde. Aus gutem Grund, hat Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) am Freitagvormittag bei der offiziellen Einweihung des neuen Gebäudes erläutert: In unmittelbarer Nähe liegt das 1721 errichtete Schloss Steinenhausen, wo die Außenstelle des LfU angesiedelt ist. Und das imposante Denkmal ist nicht der einzige Punkt, auf den es Rücksicht zu nehmen galt. Das Grundstück oberhalb des Main-Zusammenflusses ist Teil eines Landschaftsschutzgebiets. Es sei gelungen, alles in Einklang zu bringen, hat sich Thorsten Glauber gefreut. Bestens ausgestattet, aber gut versteckt und eingebunden in die Landschaft können Fachleute nun noch bessere Arbeit leisten, um die Bevölkerung vor Einflüssen von Strahlung zu schützen.