Uralte Urkunden verbrennen
Das Haus ist bis zuletzt die Anlaufstelle der Pöhlmanns. „Hier haben wir alles aufbewahrt, das Spielzeug aus Großmutters Zeiten, eine uralte Eisenbahn aus den 1920er-Jahren, die ganzen Familienfotos von Generationen, die Mühlen-Urkunden aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Das alles gibt es nicht mehr. Die Burnermühle ist Geschichte. Es existiert nur noch die Schneckenmühle 1, aber das ist ein Straßenkarteneintrag, mehr nicht.“ Thomas Pöhlmann würde die Familie seines Bruders sofort großzügig unterstützen. „Aber leider kann ich nicht mal so einfach ein paar tausend Euro zum Anschaffen des Nötigsten hergeben. So viel habe ich nicht.“
Ein Büro, das es nicht mehr gibt
Am Donnerstag stehen Thomas und Karl Pöhlmann vor der Brandruine, mit dabei ein Vertreter der Versicherung. „Als wir so ins Reden kamen, sagte ich: Lass uns nicht in der Kälte stehen, sondern ins Büro gehen. Da fragt mich der Mann von der Versicherung, welches Büro ich meine. Da wurde mir erst wieder bewusst, es gibt ja kein Büro mehr.“
Wie es mit der Familie Pöhlmann weitergeht, steht in den Sternen. Dass sie das Sägewerk wieder aufbauen kann, ist kaum vorstellbar. „Es ist ja nichts mehr vorhanden. Die Familie muss sehen, dass sie Tag für Tag irgendwie über die Runden kommt und das Trauma möglichst gut verarbeitet. Ich glaube aber, dieser furchtbare Schreck bleibt ein Leben lang.“
Spenden
Der Verein „Hilfe für Nachbarn“ unterstützt Menschen aus der Region, die unverschuldet in Not geraten sind. Wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, insbesondere Familie Pöhlmann aus Holenbrunn helfen wollen, überweisen Sie Ihre Spende auf das Konto von „Hilfe für Nachbarn“ bei der Sparkasse mit dem Verwendungszweck „Brandkatastrophe“.
Die Spenden sind steuerlich absetzbar. Für Beträge von mehr als 300 Euro gibt es eine Quittung (Adresse vermerken). Für kleinere Beträge reicht der Kontoauszug zur Vorlage beim Finanzamt. IBAN: DE 29 7805 0000 0220 0204 16; BIC: BYLADEM1HOF