Die Augen schließen, in Gedanken die eigene Wohnung ablaufen, Zimmer für Zimmer, und sich dann vorstellen: Alles wäre weg. Marion W. und ihre Tochter Laura (Namen von der Redaktion geändert) haben in dem Haus in der Marienstraße gewohnt, in dem im August der Großbrand ausbrach, eines der schlimmsten Feuer in der Hofer Innenstadt seit vielen Jahren. Die Mittvierzigerin spricht von einem Unglück und Glück zugleich: „Uns ist nichts passiert, was wäre gewesen, wenn das Feuer nachts ausgebrochen wäre?“ Fragen treiben sie um, das Erlebte verfolgt sie. Mutter und Tochter erzählen, dass sie keine Sirene mehr ertragen, geschweige denn ein Lagerfeuer riechen können. „Da ist sofort Panik“, sagt Laura.