Wie spontan und schnell Hilfe sein kann, haben jetzt die Mitglieder des Kaninchen- und Geflügelzuchtvereins Schirnding bewiesen: Sie haben einer Gruppe Flüchtlinge aus der Ukraine bei ihrer Fahrt nach Sachsen-Anhalt geholfen. Ausgangspunkt dieser kurzfristigen Aktion waren die internationalen Kontakte der Züchter, die in den vergangenen Jahren mit vielen deutschlandweiten, deutsch-tschechischen und 2019 einer europaweiten Ausstellung auf- und ausgebaut wurden. Denn die internationalen Kontakte reichen bis in die Ukraine. So erreichte am Sonntagabend ein Hilferuf eines befreundeten Sebright-Züchters aus Sachsen-Anhalt die Schirndinger. Der Züchter, ein ehemaliger Pfarrer, bat die Oberfranken, vier Frauen und ihren sechs Kindern auf ihrem Weg nach Sachsen-Anhalt eine Übernachtung zu ermöglichen. Dort sollen die Geflüchteten bei einer evangelischen Gemeinde einen dauerhaften Aufenthalt erhalten. Die Familien waren per Auto auf dem Weg von Lienz in Österreich nach Deutschland.