„Rauhe Schänke“ – dieser Name weckt bei historisch Interessierten Neugierde, liegt doch dieses Gasthaus an der alten Straße, auf der schon Goethe in die böhmischen Bäder reiste: Sie führte von Rehau über Neuhausen nach Asch – Aš in Tschechien. Allerdings: Johann Wolfgang von Goethe hat dieses Wirtshaus nie gesehen, denn es wurde erst viel später, zum Ende des 19. Jahrhunderts, von einem Johann Nikol Wölfel, vermutlich aus Schönlind, erbaut. Mundartlich wird dieser höchste Punkt zwischen den beiden im 14. Jahrhundert gegründeten Dörfern Schönlind und Neuhausen als „Schölinda Höich“, also einfach als Schönlinder Höhe bezeichnet. Dieser Winkel an der bayerisch-böhmischen Grenze hat über die Jahrhunderte verbriefte Besonderheiten.