Islamismus: Das Landesamt für Verfassungsschutz, das sich mit islamistischen und salafistischen Strömungen im Freistaat befasst, beobachtet zwei Hofer Moscheen. Die Einrichtungen stehen seit Jahren auf der Liste, da sie im Verdacht stehen, salafistisches Gedankengut zu verbreiten – eine ultrakonservative Strömung des Islam. Deren Mitglieder schätzt der Verfassungsschutz auf deutschlandweit etwa 11 000 Personen. Als „Islamistisch“ wurden 2022 gut 27 000 Personen eingestuft – beide Zahlen sind leicht rückläufig. Zahlen zu Oberfranken oder gar Hof geben die Behörden traditionell nicht heraus. Im Juni hatte die Verhaftung eines mutmaßlichen IS-Kämpfers im Landkreis Kronach für Aufsehen gesorgt – der Mann soll in Syrien für den Islamischen Staat gekämpft haben. Auch in Hof bewegen sich die Beamten bei ihrer täglichen Arbeit im Spannungsfeld zwischen zuzustehender Religionsfreiheit und den Sicherheitsinteressen des Staats. Weitaus einfacher ist da eine andere Strömung zu quantifizieren: die wachsende Reichsbürger-Szene.