Hochschule Hof Nacht der Wissenschaft am 23. Juni

Seit der letzten Veranstaltung 2019 hat sich an der Hochschule Hof viel getan. Umso interessanter ist das Programm am Freitag, 23. Juni. Bis Mitternacht gibt es unendlich viel zu entdecken auf dem Campus. Die Organisatoren rechnen mit 2000 bis 3000 Besuchern.

Wer wissen will, wie sich der clevere Roboter „Nao 5“ beim Fußballspielen schlägt, sollte die „Nacht der Wissenschaften“ an der Hochschule Hof nicht verpassen. Unser Foto zeigt ihn mit (von links) Hochschulpräsident Jürgen Lehmann sowie Nadine Michael, Christian Sturm und Rainer Krauß von der Abteilung Kommunikation, wo die Fäden in Sachen Organisation zusammenlaufen. Foto: Susanne Glas

Vier Jahre Pause hat die Corona-Pandemie die Hochschule Hof zur Pause gezwungen – jetzt ist es wieder soweit: Am Freitag, 23. Juni, findet endlich wieder die „Nacht der Wissenschaft“ statt. Von 18 Uhr bis Mitternacht stellen sich alle sechs Institute vor, die Besucher dürfen sich auf über 100 Programmpunkte freuen. Dazu gibt es kulinarische Schmankerl und Musik.

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Vier Jahre, das ist im Hochschul-Maßstab eine echte Hausnummer. Im Bereich der Wissenschaft sowieso, aber auch organisatorisch hat sich in dieser Zeit viel getan. „Die Zahl der internationalen Studenten ist deutlich größer als noch vor vier Jahren. Und wir haben jetzt sechs statt zwei Institute“, sagt Hochschulpräsident Jürgen Lehmann. Unverändert geblieben sei das Ziel der Wissenschafts-Nacht: die Öffnung nach außen. „Wir sind kein verschlossener Haufen am Hügel. Im Gegenteil, die Menschen sollen sich davon überzeugen, dass wir hier nicht einfach so vor uns hinforschen, sondern einen echten Nutzen haben“, ergänzt er. Nutzen nicht nur für die Studierenden, sondern Nutzen vor allem auch für die Region. Lehmann verweist auf die Fakultät Ingenieurwissenschaften, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, Lösungen für den zunehmend problematischen Wasserhaushalt in der Region zu finden. „Das ist angewandte Wissenschaft“, sagt Lehmann.

Auf den Punkt gebracht

Dabei müsse niemand Angst haben, etwas nicht zu verstehen. Alle Vorträge, alle Aktionen seien leicht verständlich, unterhaltsam und auf den Punkt gebracht. „Shit happens! Die Toilette im Wandel der Zeit“, heißt es zum Beispiel um 21.20 Uhr im Raum C-042. Die Ingenieure erklären hier auf unterhaltsame Art und Weise den Weg vom Plumpsklo zur Weltraumtoilette.

Mit Blick auf die Fülle an Programmpunkten empfiehlt Rainer Kraus, der Leiter der Kommunikationsabteilung, allen Gästen, sich vorher zu informieren. „Auf unserer Homepage sind alle Vorträge und Aktionen übersichtlich zusammengestellt. Wer sich für bestimmte Themen interessiert, kann dann gezielt kommen.“ Und Themen gibt es eine ganze Menge – und viele davon sind hochaktuell. Zum Beispiel die Vorträge „Altern auf dem Lande“ Was die Gesundheits- und Pflegeversorgung im ländlichen Raum braucht!“ (20.30 Uhr im Audimax) oder „Die Wärmepumpe – Funktionsweise und Einsatzgrenzen“ (22 Uhr im Raum B-007/009) oder auch „Generierung künstlicher Bilder mit KI“ (21.15 Uhr im Raum B-012).

Rallye für Kinder

Eingebunden sind übrigens auch die Hochschulstandorte Münchberg, Kronach und Selb. Sie stellen in Hof ihre jeweilige Kernkompetenz vor: Textil, Gesundheitsforschung und Mobilität.

Fester Bestandteil der Nacht der Wissenschaften, wenn auch immer wieder neu gedacht, ist die Kinder-Rallye. Die kleinen Besucher können zusammen mit ihren Eltern Stempel bei unterschiedlichen Aktionen verdienen. Wer mindestens sieben von zehn möglichen Stempeln ergattert hat, darf sich im „Maker-Space“ einen Preis abholen.

Ganz wichtig ist den beiden Chef-Organisatoren Christian Sturm und Nadine Michael der Hinweis, dass die „Nacht der Wissenschaft“ neben den konkreten Themen auch einfach ein schönes Fest ist – mit Livemusik und gutem Essen. „Wir wollen mit der Region feiern. Das ist keine reine Leistungsschau“, erklärt Rainer Krauß. Und so hoffen die Gastgeber auch auf Gäste, die es sich oben am Campus einfach ein paar Stunden lang gut gehen lassen wollen. Insgesamt, schätzt Jürgen Lehmann waren es in den Jahren vor Corona immer so um die 2000, 3000 Besucher.

Gut im Zeitplan

Bis es soweit ist, gibt es noch etliche Punkte auf der To-do-Liste, aber man liege gut im Zeitplan. Seit Anfang des Jahres laufen die Vorbereitungen für den besonderen Tag schon, „mittlerweile sind wir in der Phase, in der es richtig Spaß macht“, sagt Christian Sturm.

Gut zu wissen

Aktionen
(teilweise durchgehend von 18 Uhr bis Mitternacht) Robo-Hund & Robo-Fußball (Flur B-001), „Die Hochschule als Arbeitgeber) (Raum A-013), Studierende bauen Rennwagen (B-Foyer), Phishing-Simulator (Raum B-001), „eSport hautnah erleben“ (Raum B114), Recycling-Quiz (Raum C-010), physikalische Experimente im Macer-Space (C-016), Yoga für die ganze Familie (18.30 bis 18.45 Uhr im Raum A-013), Simultanschach (19 bis 22 Uhr im Flurbereich A), Bibliotheksführungen (stündlich von 19 bis 23 Uhr)

Vorträge
„Nutzung von fahrerlosen Shuttles im ländlichen Raum (20.30 bis 21 Uhr im Raum B-012), „Vegetarisches Fischfutter: Bewusstseinswandel auch bei Fischen?“ (21 bis 21.15 Uhr im raum C-042), „Energieautarke Hochschule Hof – Ein Leuchtturmprojekt“ (22.30 bis 23 Uhr im Raum B-007), „Darf man bei Bewerbungen lügen?“ (18.45 bis 19.15 Uhr im Audimax)