Experte empfiehlt „Übungen“
Andersrum stumpften Menschen ab und gewöhnten sich an den Alarm, wenn ständig Warnungen gegeben werden, erläutert die Professorin. „Zumal wir seit einem Jahr beständig vor Gefahren (Pandemie) gewarnt werden.“ Sie bezeichnet das als Katastrophen-Burnout.
Also düstere Aussichten? Umweltsoziologe Renn meint: „Je mehr die Hochwasserereignisse verblassen, desto eher werden wir wieder in alte Routinen übergehen.“ Er empfiehlt Übungen, „um uns wachzuhalten“. Viele wüssten gar nicht, wie man sich in einer solchen Situation verhalten müsste, dass man zum Beispiel nicht unbedingt noch die Fotoalben im Keller ins Trockene bringen sollte.
Und es lohne sich, über besondere Warnstufen nachzudenken, sagt er. „Wenn die App jeden Tag warnt, denkt man sich: „Na und?““. Hier könnte eine weitere Alarmschwelle hilfreich sein - auch wenn präzise Aussagen, wo Katastrophen drohen, nur sehr kurzfristig möglich seien.