Höchstädt Gemeinderat tagt erstmals im neuen Rathaus

Erstmals tagte der Höchstädter Gemeinderat im neuen Rathaus. Foto: /Peter Pirner

Bürgermeister Gerald Bauer ist zufrieden mit der Zusammenarbeit im Gremium. Er hofft auf ein weniger von Corona geprägtes Jahr 2021.

Höchstädt - Der Gemeinderat Höchstädt hat sich am Donnerstagabend zum ersten Mal im neuen Rathaus versammelt. Bürgermeister Gerald Bauer begrüßte die Räte im Sitzungssaal: „Wir haben alle miteinander lange auf diesen Tag gewartet. Es ist natürlich schade, dass wir jetzt mit Masken zusammensitzen müssen.“

Sitzung mit Genehmigung

Für den Bürgermeister war es wichtig, dass mit Zustimmung der Rechtsaufsicht des Landratsamtes die Sitzung trotz des Lockdowns-light stattfinden konnte: „Damit stützen wir die Demokratie“, sagte Bauer Im Laufe des Abends konnten sich die Gemeinderäte mehrmals davon überzeugen, dass durch die geöffneten Fenster ausreichend gelüftet werden kann.

Gerald Bauer teilte mit, dass die Mehrzweckhalle aufgrund der Corona-Beschränkungen sowohl für den Vereins- als auch für den Schulsport bis auf weiteres geschlossen ist.

Die Arbeit in den Kommunen wird digitaler und das betrifft auch den Gemeinderat: Die Mitglieder bekamen ihre neuen Tablets ausgeteilt. So können sie künftig auf das Ratsinformationssystem, ein EDV-gestütztes Informations- und Dokumentenmanagementsystem für die Verwaltung von Gemeinden, zugreifen. Darüber werden unter anderem die benötigten Informationen für die politische Arbeit zur Verfügung gestellt und die Sitzungen organisiert.

Tiny-Haus in Rosenstraße

Der Bauantrag von Matthias Schmidkunz zur Errichtung eines Tiny-Hauses mit Carport in der Rosenstraße wurde kurz beraten. Das Bauvorhaben weicht zwar vom vorgesehenen Bebauungsplan ab, wurde aber einstimmig genehmigt. Familie Sonntag will auf einem Grundstück im Bebauungsgebiet ein Wohnhaus errichten. Der dazugehörige Garten soll auf einem Flurstück, das im Außenbereich des Bebauungsplans liegt, angelegt werden. Dabei haben sich Fragen ergeben, die vor einer Entscheidung mit dem Bauherrn besprochen werden müssen.

Der Gemeinderat stimmte dem Kauf eines Wipptieres für den Kinderspielplatz in Braunersgrün einstimmig zu. Finanziert werden kann das Spielgerät über eine neu zugesagte Spende der CSU und über eine private Spende in Höhe von jeweils 500 Euro. In diesem Zusammenhang teilte Gerald Bauer eine erfreuliche Nachricht mit: Die Sparkasse Hochfranken spendet 2000 Euro für die Ausstattung der Kinderspielplätze in Höchstädt. Für den Eingangsbereich und den Sitzungssaal im neuen Rathaus werden zwei hochwertige Textilpflanzen angeschafft. Sie sollen die Bereiche etwas verschönern.

Aufträge für Schulsanierung

Aus der nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung vom 12. November gab der Bürgermeister bekannt, dass der Auftrag zur Akustikuntersuchung im Rahmen der Sanierung der Grundschule an die Firma Basic GmbH in Bayreuth erteilt worden ist. Die Aufträge zur Bauschadstoffuntersuchung für die Grundschule und die Mehrzweckhalle hat das Ingenieurbüro Geo-Consult Nordbayern in Kulmbach erhalten. Alle Maßnahmen werden nach dem Finanzausgleichsgesetz durchgeführt.

Bürgermeister Bauer ließ zum Abschluss des öffentlichen Teils der Gemeinderatssitzung die prägenden Ereignisse für die Gemeinde Revue passieren: die Bau- und Sanierungsmaßnahmen an der Schule, die Planungen für die Sanierung der Mehrzweckhalle, die Kommunalwahlen mit den Veränderungen im Gemeinderat, die vielfältigen Corona-Beschränkungen und schließlich der Neubau des Rathauses. Er bedankte sich für die immer konstruktive Zusammenarbeit im Gremium und wünschte, dass das Coronavirus im neuen Jahr an Bedeutung verlieren möge.

 
 

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