Höchstädt Wiesenfest mit Radweg-Jubiläum

Nicht nur, aber vor allem für die Kinder ist das Wiesenfest – und natürlich der Einzug auf den Festplatz (hier: 2018) – eine tolle Sache. Foto: /Gerd Pöhlmann

Vom 22. bis zum 24. Juli soll wieder Leben einkehren auf dem Festplatz. Gleichzeitig jährt sich die Einweihung des Brückenradwegs zum zehnten Mal.

Nach vier Jahren Corona-bedingter Pause zieht wieder Leben auf dem Höchstädter Festplatz ein. Wie Bürgermeister Gerald Bauer in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats bekannt gab, soll vom 22. bis zum 24. Juli wieder das Höchstädter Wiesenfest stattfinden. Am Festsonntag wird außerdem das zehnte Jubiläum des Brückenradwegs gefeiert. Die Gemeinden Höchstädt und Thierstein feiern ihre Wiesenfeste in jährlichem Wechsel, 2018 das letzte Mal vor Corona in Höchstädt.

Ja zum Feuerwehr-Zweckverband

Der Gemeinderat Höchstädt hat sich in einem Grundsatzbeschluss für die Gründung eines „Zweckverbands Feuerwehr Höchstädt-Thierstein“ ausgesprochen. Wie berichtet, wollen die beiden Gemeinden künftig eine Feuerwehr stellen. Der Vorschlag dazu war aus den Reihen der Aktiven selbst gekommen. Die rechtliche Grundlage für die Schaffung einer gemeindeübergreifenden Feuerwehr wurde 2017 mit einer Neuerung des Bayerischen Feuerwehrgesetzes getroffen. Jetzt müssen der abwehrende Brandschutz und die technische Hilfeleistung, beides kommunale Pflichtaufgaben, an einen Zweckverband übertragen werden.

Wie Bürgermeister Gerald Bauer sagte, wird derzeit ein erster Satzungsentwurf des Zweckverbands mit der Kreisfeuerwehrführung, dem Bayerischen Gemeindetag und der Rechtsaufsicht im Landratsamt abgestimmt. „Es gibt kein Satzungsmuster, wir sind ein Pilotprojekt in Bayern“, sagte Bauer und bat die Gemeinderäte, den Satzungsentwurf zu studieren und Verbesserungsvorschläge einzubringen. „Das ist ein kleines Pflänzchen, das zu wachsen beginnt“, sagte Reinhard Rogler (CSU) und bat darum, die Feuerwehren in die Satzungsfindung einzubeziehen. Außerdem wies er darauf hin, dass beide Feuerwehrvereine erhalten bleiben. „Das ist eine historische Sache“, sagte Uwe Döbereiner (SPD) und beglückwünschte die Feuerwehren zur mutigen Entscheidung. Da der Zweckverband in absehbarer Zukunft den Bau eines gemeinsamen Feuerwehrhauses schultern müsse, appellierte Martin Schikora (FW), sich nach Fördermöglichkeiten umzusehen. „Aktuell gehen wir von Kosten in Höhe von fünf Millionen Euro aus. Das werden schnell sieben Millionen, und derzeit reden wir von einer Förderung von rund 500 000 Euro“, sagte er.

Hundehaltung wird teurer

Keine Einwände hatten die Höchster Gemeinderätinnen und Räte gegen die Änderung des Bebauungsplans „Hopfengrund“ der Nachbargemeinde Thierstein. Ebenso stimmten sie den Erweiterungen zweier landwirtschaftlicher Hallen im Ortsteil Braunersgrün zu.

Nach kurzer Diskussion einigte sich das Höchstädter Gremium darauf, die Hundesteuer anzupassen. Die Hundesteuer soll demnach 40 Euro für den ersten Hund und 60 Euro für jeden weiteren (bislang 35 und 50 Euro) betragen. Die Steuer für Kampfhunde steigt von 400 auf 500 Euro jährlich. Die Verwaltung wurde mit der Erstellung einer entsprechenden Satzungsänderung beauftragt. Laut Bürgermeister Bauer sind in Höchstädt 78 Hunde angemeldet. Das Hundesteueraufkommen betrug im Jahr 2020 knapp 3000 Euro.

Bedankt hat sich der Gemeinderat bei der Energieversorgung Selb-Marktredwitz für die Gemeindestrom-Gutschrift. Die beträgt für das Jahr etwas mehr als 600 Euro, die durch das Unternehmen auf 800 Euro aufgerundet wurde. Das Geld kommt laut Bauer den Kindern zugute. „In den zurückliegenden zwei Jahren haben wir rund 30 000 Euro in die Kinderspielplätze investiert. Einen haben wir noch zu machen, da kommt das Geld recht“, sagte er.

VHS-Leiter gesucht
Die Gemeinde Höchstädt sucht einen neuen Leiter der VHS-Außenstelle. Wie berichtet hatte Horst Schlegel vor Kurzem sein Amt niedergelegt. „Das Programm Frühling/Sommer steht“, sagte Bürgermeister Gerald Bauer in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Schlegels Nachfolgerin oder Nachfolger sei dann ab Herbst für das Programm verantwortlich. Interessenten werden gebeten, sich an Bürgermeister Gerald Bauer, buergermeister@hoechstaedt-fichtelgebirge.de, zu wenden.

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