Hof - Die Abbruch-Baustelle ist seit vielen Tagen verwaist, mit leeren Fenstern gähnt das Hochhaus dem Regen entgegen: Wer in Sachen Abriss Justizgebäude auf dem Laufenden bleiben möchte, bekommt schon lange nichts mehr zu sehen. Doch gibt es einiges zu hören: Die Entkernungsarbeiten im Frühsommer hätten wesentlich mehr schadstoffbelastetes Material zutage gefördert als angenommen, moniert die Abbruchfirma. Das sei einer der Gründe, aus dem sie seit Wochen mit dem Staatlichen Bauamt im Clinch liegt: Das Bauamt wolle nicht für die Mehrkosten von 500 000 Euro aufkommen. Dem Amt, heißt es aus gewöhnlich gut informierten Quellen, sei derweil hauptsächlich daran gelegen, das Unternehmen loszuwerden.