Hof - Vor über 20 Jahren beschrieb die Somalierin Waris Dirie in ihrem Roman "Wüstenblume" die grausame Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung. Was für viele ein afrikanisches Problem ist, findet auch hierzulande immer mehr Aufmerksamkeit: Die Zahl der Fälle ist laut dem Bundesfamilienministerium seit 2017 stark angestiegen. Etwa 67 000 Frauen, die derzeit in Deutschland leben, sind demnach betroffen, zwischen 2785 und 14 752 Mädchen sind davon bedroht. Die meisten von ihnen stammen aus Somalia, Eritrea, Indonesien, Ägypten und Irak.