Hof Erneutes Himmelspektakel durch Satelliten-Kette

Die Satelliten sind am Himmel wie eine Perlenkette zu sehen. Foto: privat

Tesla-Gründer Elon Musk schießt wiederholt knapp 60 Flugkörper in die Erdumlaufbahn. Am frühen Donnerstagmorgen sind sie in ihrer Anordnung deutlich zu erkennen.

Hof - "Wie eine eng aneinandergereihte, hell leuchtende Perlenkette", so beschreiben aufmerksame Beobachter die "Starlink"-Satelliten, die seit vergangenem Freitag wieder um die Erde kreisen und besonders gut in den frühen Morgenstunden am Himmel zu sehen sind. "Am 7. August wurden die rund 60 Satelliten zum neunten Mal offiziell ausgesetzt, insgesamt ist es Musks Ziel, rund 50 000 loszuschicken", erklärt Tobias Feigel vom Hofer Astroteam auf Nachfrage unserer Zeitung.

"Starlink" ist ein Projekt des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX, das dem Tesla-Chef Elon Musk gehört. Bei jedem Start schickt die Firma rund 60 Satelliten in einer Rakete los und befördert sie so in die Erdumlaufbahnen. "Einzelne Satelliten gehen kaputt und verglühen." Der Rest bleibe aber im Orbit. Mit dem milliardenschweren Programm, das im Mai 2019 seinen ersten Testlauf startete, möchte Musk die Bevölkerung mit schnellerem und preiswertem Internet versorgen. Ein bis zweimal im Monat schickt das Raumfahrtunternehmen die Flugkörper auf den Weg.

Die jeweils über 200 Kilogramm schweren Satelliten werden laut Feigel auf "relativ niedriger Höhe" ausgesetzt und seien dadurch zu bestimmten Zeiten sehr gut mit dem bloßen Auge zu erkennen. "Je länger sie unterwegs sind, desto eher benötigt man ein Fernglas, da sie mit der Zeit immer höher steigen." In den kommenden Nächten seien sie in Stadt und Landkreis Hof meist zwischen drei und fünf Uhr morgens gut zu erkennen. "Besonders deutlich sieht man sie am frühen Donnerstagmorgen um 5.11 Uhr", sagt Feigel.

Die Satelliten, die Anfang August losgeschickt wurden, leuchten diesmal laut SpaceX weniger auffällig als die bisherigen. Dafür hätten sie eine Art "Blende" verpasst bekommen. Der Vorsitzender des Vereins "Vereinigung der Sternfreunde", Sven Melchert, sagt gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: "Ohne diese Blende würden ‚Starlink-Satelliten‘ in Zukunft viele astronomische Beobachtungen erheblich einschränken."

 

Autor

 

Bilder