Oberkotzau/Melbourne - Zwischendurch hat er mal zwei Monate lang Hirn-Strukturen abgemalt. Da saß er in der Radiologie des Royal Melbourne Hospital, hat Läsionen im Gehirn gesucht und nachgezeichnet - damit die Bilder aus den Köpfen der Patienten so ausgewertet werden können, dass man Schlüsse daraus ziehen kann. Das ist Bernd Merkels Aufgabe, das war sie zumindest die vergangenen vier Jahre lang: In Down Under hat der Oberkotzauer eine Studie der University of Melbourne zur Alzheimer-Vorbeugung begleitet. Während nun seine Doktorarbeit darüber geprüft wird, ist der 39-Jährige im Urlaub zu Hause - und überlegt, wie nahe er der Heimat jemals wieder kommen kann.