Dörnthal - Banjo ist der Methusalem auf dem Gnadenhof Lackner in Selbitz-Dörnthal. Am liebsten tappt er über den Hof und schnüffelt an Gräsern. Gelegentlich besucht er sein Rudel, als brauche er Gewissheit, dass er noch dazugehört, dann trollt er sich wieder auf sein Kissen neben dem Eingang des alten Bauernhauses, döst vor sich hin und brummt zufrieden. Der gutmütige, vermutlich über 100 Menschenjahre alte rumänische Mischlingshund scheint der Auslöser eines Streits zu sein, der nun in einem anonymen Brief mit schweren Vorwürfen gegen die Betreiberin des Gnadenhofs, Stefanie Lackner, gipfelte. In dem zweiseitigen Schreiben an die Frankenpost heißt es unter anderem, der Hof sei völlig verschmutzt, einige Hunde wiesen nur notdürftig versorgte blutende Wunden auf, Stefanie Lackner brülle ihre Tiere an, besprühe sie mit Wasser und hindere sie mit einem Elektrozaun am Entweichen. Banjo wird gesondert erwähnt, da ein Besuch der Briefschreiber auf dem Hof wegen ihm stattgefunden habe. Der Hund habe einen eitrigen Abszess, der angeblich nicht versorgt wurde.