Hof - Zum Internationalen Frauentag, der seit 101 Jahren weltweit gefeiert wird, haben sich sich über 80 Funktionsträgerinnen aus den Ortsverbänden des Sozialverbandes in Hof getroffen, um die Probleme, die es immer noch für Frauen gibt, zu thematisieren. Die Vertreterin der Frauen des VdK-Kreisverbands Hof, Maria Stadter, erinnerte an den 12. November 1918, einen "Meilenstein in der Demokratie Deutschlands": Die Frauen bekamen das Stimmrecht. Doch habe es bis 1948/49 gedauert, bis im Grundgesetz verankert wurde, dass "Männer und Frauen gleichberechtigt sind". "Doch die Politik ist immer noch eine Domäne der Männer. Der Frauenanteil im Bundestag ist 2017 sogar mit 30,9 Prozent auf das Niveau von 1998 gesunken. Und nur jedes zehnte Rathaus wird von einer Frau geführt", erklärte Stadter. Beim Lohn liege das Niveau um 21 Prozent unter dem der Männer. "Frauen arbeiten damit quasi 77 Tage im Jahr umsonst", klagte Stadter an. "Die Gleichberechtigung in der Arbeitswelt steckt fest." Die niedrige Entlohnung der Frauen sei ein wesentlicher Grund dafür, dass die Altersarmut weiblich geprägt sei. "Frauen arbeiten deutlich häufiger in prekären Beschäftigungen. Deshalb fordert der VdK, dass der Mindestlohn auf zwölf Euro erhöht wird", sagte die Rednerin.
Hof Herbe Kritik an der Pflege-Einstufung
Helmut Engel 08.03.2020 - 18:12 Uhr