Hof/Landkreis - Das Beste, was den Bauern passieren könnte, wäre, wenn das Bier teurer werden würde. Dann käme zumindest mal ein kleiner Teil dessen, was sie belastet, auch bei einer größeren Bevölkerungsgruppe an. Momentan nämlich haben die Bauern ihre Probleme - und kaum einer weiß davon. Auf den Wiesen und Äckern wächst nicht viel in diesem Jahr, dem Wald geht es schlecht, viele Landwirte wissen schon jetzt, dass sie ihr Vieh nicht durch den Winter bringen und die Biogasanlage über die kalten Monate gar nicht anzuwerfen brauchen. "Aber wenn die Supermarkttür aufgeht, steht man vor vollen Regalen, in denen alles im Überfluss vorhanden ist. So merken die Menschen nicht, was in der Natur gerade passiert", sagt Karin Wolfrum. Die Hofer Kreisbäuerin ist nicht nur als umtriebige und besonnene Botschafterin der Landwirte in der Region omnipräsent: Momentan klingelt bei ihr mehrmals am Tag das Telefon, weil sich einer ihrer Kollegen voller Sorge an sie wendet. Als Karin Wolfrum um ein Pressegespräch bittet, sagt sie gleich, dass man nicht jammern wolle. Schiebt aber auch hinterher, dass die Situation dramatischer sei, als viele glauben. Ein Überblick über einige der akuten Problemfelder für die Landwirte.