Hof - Aufgerufen zu dieser Demonstration hat das "Freie Netz Süd", ein Kameradschaftsverbund von Neonazis, der durch offensives Auftreten immer wieder in die Öffentlichkeit drängt. "Der 1. Mai und die Forderungen der Gewerkschaftsbewegung sollen unter dem Deckmantel sozialen Engagements missbraucht werden", heißt es unter anderem in dem Antrag, den Stadtrat Thomas Etzel (Die Linke) am Freitag vorgelegt hat.

Der Stadtrat lehnt deshalb strikt ab, dass die Stadt Hof als "Bühne für rechtsextremistische Umtriebe" genutzt werden soll. "Undemokratische Tendenzen" wolle man in Hof nicht dulden. "Neonazis und andere gewaltbereite Chaoten sind in Hof nicht willkommen." Einstimmig wurde diese Resolution am Freitagnachmittag verabschiedet.

Der Stadtrat fordert deshalb die Verwaltung auf, zusammen mit den Sicherheitsbehörden alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um die angemeldete Demonstration zu verbieten, und alles dafür zu tun, um einen "demokratischen und friedlichen 1. Mai zu gewährleisten".

Der Stadtrat ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich an friedlichen Aktionen zur Wahrung unserer demokratischen Werte und gegen den von Neonazis am 1. Mai 2012 in unserer Stadt geplanten Aufmarsch zu beteiligen.
red

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