Hof/Wunsiedel - Nein, das Ganze ist kein Witz. Es ist eine Taktik, um in die Medien zu kommen, sagen die Einen. Es ist ein ganz großer Schmarrn, unrealisierbar, sagen die Anderen. Aber ein Scherz ist es nicht: Die "Partei für Franken" hat in dieser Woche in einer Verlautbarung mitgeteilt, dass sie die Olympischen Winterspiele 2022 gern zwischen Fichtelgebirge und Rennsteig sehen würde. Und, dass die Region die Voraussetzungen dafür biete - einige kleinere Anpassungen vorausgesetzt. Also guckt in zehn Jahren die Welt dabei zu, wie "Gery and the Johnboys" zur Eröffnungsfeier in der Freiheitshalle singen, wie Eiskunstläufer in der Selber Eishalle um Jury-Bewertungen kämpfen und wie sich Langlauf-Staffeln auf den Loipen am Ochsenkopf schwindlig rennen? Wohl eher nicht, sagen die Experten der Region: Die Gegend hat zwar einiges für Wintersportler zu bieten - die Olympischen Spiele sind aber ein paar Nummern zu groß.
Hof Olympia in Oberfranken als Werbe-Gag
Von Christoph Plass 27.10.2012 - 00:00 Uhr