Hof/Rehau Hof: Ab Herbst rollen die Shuttlebusse

In wenigen Wochen startet das Projekt der autonomen Fahrzeuge in Oberfranken. In der Hofer Innenstadt können sich Bürger fortan in einem Info-Büro näher dazu informieren.

Hof/Rehau - Mit einem Bus ohne Fahrer mitzufahren, löst bei vielen noch Unsicherheit und Bedenken aus - doch die autonomen Shuttlebusse gelten als die Zukunft der öffentlichen Mobilität, auch in Oberfranken. In den Städten Hof, Rehau und Kronach rückt das Forschungsprojekt "Shuttle-Modellregion Oberfranken" (SMO) immer näher. Schon im September sollen die Busse auf ihren Routen probefahren. "Wir liegen zeitlich sehr gut im Plan", berichtet der Hofer Landrat Oliver Bär zur Eröffnung des sogenannten Leitwartenbüros in der Ludwigstraße 75 in Hof.

Das Büro soll laut der Hofer Oberbürgermeisterin Eva Döhla eine Anlaufstelle für die Bürger sein, die den Shuttles skeptisch gegenüberstehen, aber auch für diejenigen, die sich näher informieren möchten. Im Mittelpunkt des Projekts stehe die Akzeptanz der Bevölkerung. "Wenn das Angebot nicht genutzt wird, können wir es auch nicht weiterentwickeln", sagt Döhla. Im Herbst soll das Büro zusätzlich eine sogenannte technische Leitwarteneinrichtung erhalten, die die Kommunikation zu den Shuttles sicherstellt.

Auch die Strecken stehen mittlerweile fest: In Hof fahren die Shuttles vom Hauptbahnhof aus bis zur Fußgängerzone, in Rehau wird man zunächst zwischen zwei Unternehmensgebäuden der Rehau AG hin- und herfahren können und in Kronach sollen die Busse von der Innenstadt aus bis hoch zur Festung Rosenberg fahren. Insgesamt sollen sechs Shuttles in Betrieb gehen, also jeweils zwei in jeder Stadt.

"Jeder der drei Orte hat seine Herausforderungen. Es wurde dadurch kompliziert, dass jede Strecke so verschieden ist", erklärt Jörg Schrepfer, Leiter der Fahrerassistenzforschung bei Valeo in Kronach. Die Firma stattet die Fahrzeuge mit modernster Sensorik aus und ist für die Koordination des Projektes zuständig. "Bisher lief alles sehr gut und wir sind auf einem guten Weg, dass im Herbst alles reibungslos abläuft. Aber erst in der Praxis wird sich endgültig zeigen, ob es an manchen Stellen noch hapert", sagt Schrepfer.

Auch wenn die Shuttles bereits im Herbst auf den Straßen unterwegs sind, wird es erst Anfang nächsten Jahres möglich sein, als Fahrgast kostenlos mit einzusteigen. Bis dahin werden Ingenieure die Fahrzeuge noch genau unter die Lupe nehmen und ausgiebig testen. Im Herbst möchten die Projektverantwortlichen zusätzlich Bürgerbefragungen in den drei Städten durchführen.

 

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