Hof Spontaner Protest der Kohlegegner

Naomi Honda

Klimaaktivisten bemalen den Boden in der Hofer Altstadt mit Straßenkreide. Zeitgleich beschließt der Bundestag den Kohleausstieg erst für das Jahr 2038.

Hof - Kohleausstieg 2038 - das hat der Bundestag gestern beschlossen. Dagegen haben in der Hofer Altstadt ab 13 Uhr sechs Klimaaktivisten der "Fridays for Future"-Bewegung protestiert: durch Straßenmalerei vor dem Kugelbrunnen. Die Aktivisten fordern einen Ausstieg 2030. "Das geht ohne große Menschenansammlungen und ist trotzdem auffällig", sagt Aktivistin Lea Rudzki. Ihre Mitstreiterin Emily Pins fügt hinzu: "Wenn es nicht regnet, bleibt die Bemalung auch länger sichtbar."

Ein Zeitstrahl auf dem Roten Teppich zeigt, wann welche europäische Länder aus der Kohleenergie aussteigen. Deutschland bildet dabei mit großem Abstand das Schlusslicht. "Die Erzeugung von Kohlestrom ist sehr CO2-intensiv. Viele Kraftwerke werden erst am Ende vom Netz gehen. So kann das Pariser Klimaziel nicht eingehalten werden", erklärt Thomas Schaefer.

Warum Schaefer sich so stark für den Klimaschutz einsetzt? "Wenn irgendwann meine Enkel fragen, warum nichts gegen den Klimawandel unternommen wurde, kann ich sagen: ‚Ich habe etwas getan‘ ", antwortet er. Pins hofft, dass ihr Engagement dazu beitragen wird, die Klimaziele einzuhalten: "Im Idealfall fragen die Generationen nach uns: ‚Wie habt ihr das geschafft?‘ Und nicht: ‚Was habt ihr gemacht?‘ "

 

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