Hof "Völliger Quatsch"

Achim Schubert Quelle: Unbekannt

Achim Schubert rechtfertigt die Absage des Fußball-Bayernliga-Spiels auf der Grünen Au. Die ganze Diskussion ist mittlerweile ohnehin überholt.

Hof - Viel Häme musste die Fußball-Bayernligist SpVgg Bayern Hof vor allem in den sozialen Medien nach der überraschenden Absage des Punktspiels am heutigen Samstag gegen Don Bosco Bamberg einstecken. Mehrere User vermuteten gar, dass nicht etwa das straffe Hygienekonzept der Grund für die Absage des Spiels war, sondern die angespannte personelle Situation der Mannschaft von Roman Pribyl, der mehrere verletzte Spieler zu beklagen hat.

"Das ist doch völliger Quatsch", weist Achim Schubert, Geschäftsführer der Spielbetriebs-GmbH, solche Unterstellungen entschieden zurück. "Wir haben sportlich alles getan, um uns bestens auf das erste Spiel vorzubereiten. Alle Spieler waren heiß, haben den Wiederbeginn richtig entgegengefiebert." Der Großteil der Verletzten falle ohnehin bis zum Ende des Jahres aus. "Sie wären jetzt nicht dabei gewesen und sind es wohl auch im Spätherbst bei einem möglichen Nachholtermin nicht", stellt Schubert klar.

Einziger Grund für die frühe Spielabsage bereits am Mittwochabend war dem Geschäftsführer zufolge das in zwei Tagen nicht umzusetzende vorgeschriebene Hygienekonzept. "Es ist doch völlig klar, dass wir als SpVgg Bayern Hof die maximal erlaubte Zuschauerzahl von 400 ins Stadion lassen wollen. Aber in der Kürze der Zeit war es uns einfach nicht möglich, dafür zu sorgen, dass alle Sitzplätze personifiziert werden können", bittet Schubert um Verständnis. "Wir haben im Stadion genügend Sitzplätze, aber die sind nicht nummeriert." Lange sei auch nicht klar gewesen, ob und wie Speisen und Getränke, allen voran Alkohol, verkauft werden dürfen. Zudem sei für Freitag vom Innenministerium eine neue Hygieneschutzverordnung angekündigt worden.

Ein weiteres Problem für den Bayernligisten: die Nutzung der Duschen. Bislang seien keine Trennwände notwendig gewesen, jetzt hätte man sie aufstellen müssen, wenn mehrere Fußballer die Duschräume gleichzeitig nutzen. "Für uns waren die Unklarheiten zu groß, um einen reibungslosen Start zu gewährleisten. Deshalb haben wir das Spiel abgesagt. Und wir dürfen nicht vergessen: Am Ende muss auch noch die Stadt Hof grünes Licht geben."

Im Übrigen habe der Bayerischen Fußballverband den Vereinen angeboten, Spiele lieber zu verlegen, wenn es Probleme gebe, das Hygienekonzept umzusetzen.

Mittlerweile ist die ganze Diskussion überholt. Die Bayernliga-Partie hätte heute wohl ohnehin nicht stattfinden können. Denn ein Akteur der ersten Hofer Mannschaft befindet sich in Quarantäne, weil er Kontakt zu einem Corona-Infizierten hatte. "Da das Testergebnis bis Samstag nicht vorliegt, hätte der Spielleiter die Partie jetzt sowieso absetzen müssen", betont Schubert. Foto: B.N.

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