Yoga harmonisiert Körper, Geist und Seele. Da spielen neben der Körperarbeit auch Meditation und bewusstes Atmen eine Rolle. Es geht darum, die Gedanken zu bündeln, sich selbst zu beruhigen, zu entspannen.
Am Ende der Stunde konzentrieren sich die Schüler ganz auf ihre Standfestigkeit, kommen in den Baum, Adler oder Tänzer. So still wie möglich verharren sie auf einem Bein. Jeder ist ganz auf sich selbst konzentriert. Und es gibt es noch einmal eine Entspannungsrunde. Was alle besonders schätzen: Muskelkater kommt so gut wie nicht vor.
Nicht nur wegen der Entschleunigung hat eine 44 Jahre alte Hoferin nach einer Bandscheiben-OP mit Yoga begonnen. "Ich interessiere mich für alternative Medizin, um nach Möglichkeit Medikamente zu vermeiden", erzählt sie. Sie schätzt an dieser Bewegungsart, dass sie ein neues Körpergefühl aufbaut. "Ich spüre, wenn es ein Problem gibt. Mit den Übungen kann ich bewusst gegensteuern." Die Achtsamkeit, die man sich und seinem Körper widmet, weitet sich im Laufe der Zeit auch auf andere Lebensbereiche aus. Wer Unbehagen verspürt angesichts der fernöstlichen Tradition: Man muss sich mit der fremden Kultur nicht befassen, aber man kann. Achtsamkeit im Alltag und im Umgang mit anderen tut jedem gut und macht das Leben schöner.