Hof Zoll nimmt Nagelstudio ins Visier

Einsatz am Mittag: Die Zollbeamten der Abteilung Schwarzarbeit kontrollieren ein Kosmetikstudio in der Marienstraße. Foto: /SöGö

Die Abteilung Schwarzarbeit fährt öffentlichkeitswirksam vor einem Hofer Kosmetikstudio vor. Es ist bereits die zweite Kontrolle in der Marienstraße in den vergangenen Wochen.

Hof - Durch das Schaufenster sind Personen zu sehen, die Pistolen am Gürtel tragen. Die Männer und Frauen lassen sich Dokumente der Angestellten aushändigen. Gut eine Stunde steht einer ihrer Wagen mit angeschaltetem Blaulicht auf der Busspur der Marienstraße in Hof. Um 11.36 Uhr fährt der Mercedes-Van in Richtung Scherdelsberg davon. Ergebnis der Kontrolle: noch offen. „Kein Kommentar“, sagt einer der Beamten im Eingang des Studios.

„Kein außergewöhnlicher Einsatz“, sagt wenig später derjenige, der sprechen darf, der Medienbeauftragte des Hauptzollamtes Regensburg. Seine Kollegen seien wohl einem anonymen Hinweis nachgegangen. Anlass der Kontrolle hätte auch eine routinemäßige, verdachtsunabhängige Überprüfung sein können. „Die Abteilungen in den Städten haben diesbezüglich freie Hand“, sagt der Sprecher. „Die Abteilung Schwarzarbeit entscheidet selbst, welche Branchen durchleuchtet werden.“ In Hof gehören gut 40 Personen zu dieser Einheit. Ob es in der Stadt speziell mit asiatischen Geschäften Probleme gibt, konnte der Sprecher des Hauptzollamtes nicht bestätigen. Schwarzarbeit gebe es in allen Städten. Der Fokus liege nicht auf bestimmten Nationalitäten. Der jüngste Einsatz stehe auch nicht in Zusammenhang mit einer Kontrolle vor einigen Monaten. Damals kontrollierten Zollbeamte einen Asia-Imbiss, der sich unweit des jetzt kontrollierten Kosmetikstudios befindet. „Reine Routine“, sagte einer der Zollbeamten vor Ort. Der Einsatz damals lief zügiger ab – und ohne öffentlichkeitswirksames Dauerblaulicht.

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