„Ich bin a Deitscher!“: Der Mann, den man eher an der Drau denn an der Saale verortet hätte, streckt beide Fäuste in die Höhe und schreit seine Freude ins Treppenhaus – mit seinem druckfrischen Ausweis in der Hand kommt er gerade aus dem Bürgerzentrum. Da ist eine syrische Familie mit sechs Kindern gerade hineingegangen: Der mittlere Sohn, um die zehn Jahre alt, hatte die Handy-Anmeldung erledigt und für seinen Vater das Eincheck-Prozedere übersetzt. Nächste Kundin, eine Frau: „Ich habe einen Termin wegen Kirchenaustritt.“ – „Bitte einfach durchgehen, die Kollegin weiß Bescheid“, sagt Ilyas Buyur.