Hofer Innenstadt Leerstände müssen keine Lücken sein

„Leerstand, aber mit Inhalt“ heißt ein Projekt, das in der Hofer Kernstadt einen neuen Weg aufzeigen soll. Wenn sich Handel, Künstler und Wissenschaft zusammentun, kann aus einem leeren Laden viel erwachsen.

Das Kernteam des Pop-up-Store-Projektes „Souvenir Hof“ (hinten von links) bei einem Treffen: Innenarchitektin Silka Mitchell, Designer Marc Eichner, Prozessmanagerin Sabine Gollner, Kreativ-Coach Annette Hähnlein (vorne) Unternehmerin Lisa Augustin und Unternehmer Manuel Hoffmann Foto: Stadt Hof

Ein Akteurstreffen hat rund 20 potenzielle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projektes „Leerstand, aber mit Inhalt“ nach Hof gelockt. Dieses Projekt ist Teil des Förderprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ des Bundesbauministeriums und soll die geförderte Anmietung eines Ladenleerstandes in der Hofer Kernstadt möglich machen. Ziel dessen ist, einem Netzwerk aus Handel, ortsansässigen Künstlern sowie Wissenschaft und Forschung eine Plattform zu geben und mit Ladengeschäft, Café und Kulturlounge Raum zu schaffen.

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Der regionale Bezug zu Hof wird laut einer Mitteilung der Stadt über das Kernthema lokale Textilien und Nachhaltigkeit in Mode und Design geschaffen. Der entstehende Laden wird demnach zunächst für einige Monate mit Zuwendungen aus dem Förderprogramm unterstützt. Dieser Pop-up-Store wird den Namen „Souvenir Hof“ tragen. Er soll zum Ende des Förderzeitraums in ein eigenständig getragenes Konzept überführt sein.

Noch ist kein Ladenlokal gefunden, die Planungen aber laufen aber. Das Treffen in einem derzeit ungenutzten Laden in der Hofer Lorenzstraße gab potenziellen Interessenten die Möglichkeit, ihre Sortimente, Dienstleistungen oder ihre künstlerischen Arbeiten zu zeigen und sich zu vernetzen.

Sabine Gollner, Vorsitzende der mit der Umsetzung beauftragten Künstlerkolonie Fichtelgebirge (KÜKO) und Prozessmanagerin des Projektes, stellte die Eckpfeiler des Projektes vor. Ein Kernteam aus Mitgliedern der KÜKO sowie lokalen Unternehmern präsentierten ihr jeweiliges Aufgabengebiet. Innenarchitektin Silka Mitchell zeigte Gestaltungs- und Einrichtungsvarianten, die nachhaltig, kurzfristig umsetzbar sowie vielseitig nutzbar seien und gleichzeitig dem Grundgedanken des Projektes, ein besonderes Erlebnis zu bieten, entsprächen. Designer Marc Eichner erläuterte seinen Entwurf für ein Logo, das einprägsam und für alle Werbe- und Promotionzwecke problemlos einsetzbar ist. Lisa Augustin, Unternehmerin aus Schwarzenbach an der Saale und Manuel Hoffmann, Unternehmer aus Rehau, stehen als Ansprechpartner rund um die Themen Sortiment- beziehungsweise Preisgestaltung zur Verfügung.

Kreativ-Coach Annette Hähnlein motivierte die Teilnehmern in einem Workshop dazu, kreativ zum Ausdruck zu bringen, wofür sie und ihre Tätigkeiten stehen. Ute Mühlbauer, Leiterin des Fachbereichs Stadtplanung: „Ich bin sehr beeindruckt, dass sich bereits zu diesem frühen Zeitpunkt so viele talentierte Designer und Gestalterinnen und Gestalter eingefunden haben, die sich für das Projekt interessieren“, sagt Sabine Gollner. „Ich bin gespannt, wer sich noch an diesem Projekt beteiligen möchte. Wir sind offen für weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer.“

Das Kernteam unter der Leitung von Sabine Gollner wird eng mit der Stadt Hof als Auftraggeber zusammenarbeiten und den Fachbereich Stadtplanung bei der Umsetzung des Projektes begleiten.

Ute Mühlbauer informierte sich über die Planungen und tauschte sich mit den potenziellen Akteuren aus. Nächster Schritt in der Umsetzung des Projektes ist die Entscheidung für ein Ladenlokal in der Kernstadt. Unter anderem waren bei einem ersten Akteurstreffen Mitte Juli bereits einige in Frage kommenden Flächen besichtigt worden. „Wir setzen uns mit Hochdruck dafür ein, geeignete Ladenflächen für dieses tolle und kreative Projekt zu finden“, sagt Mühlbauer.