Die ältere Frau im Erdgeschoss drehe die Heizung kaum noch auf, 16 Grad habe es im Winter in der Wohnung. „Aber weil der Grundpreis ja schon einen Großteil der Fernwärme-Rechnung ausmacht, hatte sie trotzdem 1000 Euro Nachzahlung zu berappen“, sagt Heike Schödel. Bei ihr sieht es nicht viel anders aus: „Im Winter haben wir kaum 19 Grad im Wohnzimmer, im Arbeitszimmer noch weniger, da sitze ich in Decken eingemummelt da; und ganz ehrlich: Noch mehr Warmwasser sparen, das geht nicht.“ Obwohl ihr Mann und sie – wie auch der Rest des Hauses – den Verbrauch ordentlich nach unten gefahren hätten, kam im Juli eine fette Nachzahlungsaufforderung der Hofer Baugenossenschaft. Seither komme sie sich vor wie ausgeliefert, sagt Heike Schödel: „Als Mieter hast du keine Chance, wenn sich bei Fernwärme etwas ändert.“