Hofer Ringer Ramsin Azizsir verpasst Olympia-Qualifikation

Die Sekunde der Niederlage: Ramsin Azizsir am Boden – und aus dem Olympia-Rennen. Foto: Screenshot Marcus Schädlich

Die großen Hoffnungen des Hofer Ringer zerplatzen in Budapest bereits im Achtelfinale. Doch noch hat Azizsir eine Chance.

Budapest/Hof - Der Traum vom Ticket für die Olympischen Sommerspiele in Tokio war für den Hofer Ringer Ramsin Azizsir schnell ausgeträumt: Beim Qualifikationsturnier in Budapest verlor er bereits seinen Achtelfinalkampf in der Gewichtsklasse bis 97 Kilo (griechisch-römisch) gegen den Finnen Arvi Martin Savolainen. Damit kann sich Azizsir im Laufe des Tages im besten Fall nur noch für das „kleine Finale“ um Platz 3 qualifizieren. Für das Olympia-Ticket hätte er ins Finale kommen sollen. „Der Finne war sicher ein starker, ja sogar ein sehr starker Gegner“, sagte Wolfgang Fleischer, Vorsitzender des ASV Hof, Azizsirs Heimatverein.

Allerdings war Azizsirs Kampftaktik gegen Savolainen nicht unumstritten, sagt Fleischer: „Was mich ärgert, ist: Warum wirft der Bundestrainer so zeitig den Würfel für die Challenge?“ Beim Stande von 0:3-Wertungspunkten hatte Azizsir die Challenge gezogen - ohne Erfolg. Savolainen erhielt einen Zusatzpunkt und zog auf 4:0 davon, mit der Folge, dass Azizsir in der zweiten Kampfhälfte noch stärker unter Zugzwang war. „Wenn Ramsin die Challenge gewonnen hätte, dann müssen wir nicht darüber reden. Aber nach zwei Minuten Kampfzeit schon so ein großes Risiko zu gehen, ist ein Fehler“, sagte Fleischer. „Ein 0:3 hätte ihm zur Pause besser gestanden als das 0:4.“

In der zweiten Kampfhälfte war Azizsir gefordert - und der starke Finne kam über eine Standbeinbelastung zum Schultersieg. Für Azizsir ist der Olympia-Zug allerdings noch nicht endgültig abgefahren. Im April steht noch ein letztes Turnier in Sofia an, wo weltweit die letzten freien Plätze für die Olympischen Spiele vergeben werden.

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