Hofer Spaziergänger Ka Husn, sondern a Einschdellung

Gery Gerspitzer

Beim Essngeh zeigt sich, wer mer is...

Gery Gerspitzer Foto: Frank Wunderatsch

Es wor a schdinknormaler Samsdich, wu ma sich am Omd moll widder wos vornimmd. Ins Kino oder auf a Konzert oder bluß moll schee essn geh. Die Heddwich und da Günther ham sich für Letzeres entschiedn und ham sich do dafier hergrichd. Da Günther hod an feina Zwern no – an Anzuch mit Bieglfaldn su scharf, dassda Brod damit schneidn häddsd kinner. Und die Heddwich? Dauerwelln frisch naufgedreht, an Libbmschdifd wie a Feiermelder und a Glaad, des su gschbannd wor, dass se gor nimmer gscheid Lufd grichd hod. „Ma gedd schließlich under die Leit!“, hod’s damals ghaßn.

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„Jawoll“, sogd da Günther: „Su kenna ma foddgeh!“ Wie sa im Restaurant drinnagsessn worn, die Servieddn aufm Schoß und die Schbeißkaddn in da Händ, is die Heddwich auf amoll erschroggn. „Günther!“, schdubsd sa ihrn Mo oh. „Wos issn?“, frochd da Günther. „Dreh dich etzad ned um – ober hinder dir, do sitzt ahner, der hod a Tschogginghusn und an Schlabberbulli droh“, hod sa gflisderd. Da Günther dreht sich nadierlich sofodd um und niggd: „Ho, schdimmd!“ Die Heddwich weddert: „Frieher wär der gor ned amoll in des Wärdshaus neikumma. Waßd noch, Günther, damals im ,Blauer Schdern’ im Altschdadthof?“ Da Günther niggd. „Do bisd amoll gor ned neikumma, wallsd bluß a Dischörd droh khabd hosd und ka Hemm.“

Die Heddwich schiddld midm Kopf: „Der sitzt do, als wenner gleich auf die Kautsch will, mid seim Gummibund.“ Da Günther hod nuchamoll hiegschaud: „Naja, bequem schaud’s scho aus.“ „GÜNTHER!“, schdauchd sa ihrn Mo zam.

„Mir ham uns gschniegld und gebiegld, und suraner kummd im Schlofanzuch do rei – also suwos! Schau hald amoll hie!“, ermahnd sa widder ihrn Mo. „Mensch, der hod ah nuch die Kabutzn draaf, also horch amoll!“ „Na, vielleichd frierd er?“, mahnd da Günther. „Ach her hald auf, des machn die doch absichdlich und nenna des modern!“ „Na wenn sa mahna, su senn hald die Gunga, lossa hold geh!“ Die Heddwich hod ka Ruh gehm: „Des schaud aus, wie wenna grod a Bank ieberfalln hod, su wie der rumrennt!“ „Und vo seina Beute gedder etzad essn, oder wie?“, witzld da Günther. „Du nimmst mich ieberhabd ned ernsd, Günther.“ „Doch, doch“, schdimmd da Günther zu, „ober ich miecherd etzad moll wos essn und mich ned als Mode-Experte beschäfdign.“ Dann hod die Heddwich Ruh gehm, und olla zwa ham schee gessn. Danoch senn sa ham und auf die Kautsch. Da Günter hod sein Anzuch ausgezong und a Tschogginghusn no. Die Heddwich wär fasd ausgrasd: „Etz machsd wull des ah nuch noch, wos ma do gseng ham?“ „Na meglicherweis ziehd der Gunga vom Wärdshaus daham auf da Kautsch an Anzuch oh, des waßd doch ned? Außerdem is mir des wurschd, ich will’s etzad bequem ham auf da Kautsch.“ Do lenkd die Heddwich ei: „Auf da Kautsch loss ich mir des ja eigeh, ober draußn in da Welt is des ka Husn, sondern a Einschdellung!“ „Moch scho sa“, murmld da Günther, „ober a bequema Einschdellung.“