Hofer Stabhochsprung-Meeting Der Nachwuchs übernimmt den Stab

Das Stabhochsprung-Meeting in der Hofer Altstadt lockt nicht nur Sportbegeisterte an. Foto: /Michael Ott/Archiv

Am 18. Juni ist es wieder soweit – die Hofer Altstadt verwandelt sich in eine große Stabhochsprung-Arena. Mit dabei sind alte Bekannte – aber auch viele neue Gesichter.

Durch Hof weht ein Lüftchen von Normalität – da sind sich die Veranstalter des 26. Internationalen Sparkassen Stabhochsprung-Meetings einig. Nach der Corona-Pause zelebriert die LG Hof zusammen mit der Stadt und Sponsoren das Meeting Mitte Juni – mitten in der Altstadt. „Auch für die Sportler ist es wichtig, dass sie sich endlich wieder vor Publikum messen können – das motiviert“, sagt Alexandra Puchta, Vize-Präsidentin des Hofer Sportverbands.

„Das ist nicht selbstverständlich“, erklären die Veranstalter mehrfach und beziehen sich auf das Stemmen eines Events dieser Größenordnung – vor allem mit Blick auf die Pandemie. Unisono auch die Einschätzung des Wertes des Stabhochsprung-Meetings: „Ein Highlight“ für Hof, das auch weit über die Stadtgrenzen hinaus strahlen würde. Erstrahlen soll die Veranstaltung auch erstmals im Livestream – doch die Veranstalter wollen die Menschen selbstverständlich am liebsten vor Ort am Steg sehen. In Hof könne man hautnah an den Stars dran sein – das sei nicht selbstverständlich.

Und die Stars reisen auch an – wobei Thomas Neubert, Meeting-Direktor und Vorsitzender der LG Hof, fast entschuldigend erklärt, dass er Hochkaräter wie Armand Duplantis aus Schweden, Weltrekordhalter der Männer, aus finanziellen Gründen nicht nach Hof locken konnte. „Wir können uns halt nicht mit Fußball vergleichen.“ Mit dabei sein wird wieder der zweimalige Gewinner des Meetings in Hof: Raphael Holzdeppe. Der 32-jährige Weltmeister und Olympiateilnehmer musste verletzungsbedingt seine Teilnahme in Hof und Tokio im vergangenen Jahr absagen.

Heiße Kandidaten für das Knacken des Meeting-Rekords sind Piotr Lisek aus Polen, Menno Vloon aus den Niederlanden und der amtierende deutsche Meister Oleg Zernikel. Der Meeting-Rekord bei den Männern liegt bei 5,90 Metern und stammt von Okkert Brits aus dem Jahr 2000.

„Es ist wirklich interessant, sich den Nachwuchs vor dem Hauptspringen anzuschauen“, sagt Christian Strootmann, Präsident der LG Hof. Die Nachfrage seitens der Springer sei immens. Thomas Neubert erklärt, dass dadurch die Veranstaltung schon vor 11 Uhr starten wird – weil es eben viele qualifizierte Schüler-und Jugendspringer gebe.

Auch im männlichen Starterfeld der Profis gibt es ein junges Talent: Bo Kanda Lita Baehre, der erneut seinen Weg nach Hof findet. „Der Youngster ist ein Supertalent“, schwärmt Neubert. Lita Baehre reise zusammen mit Tom-Linis Human nach Hof an. Der 24 Jährige ist nur ein Jahr älter als Lita Baehre. Seine Leistungen dürfe man allerdings nicht überbewerten. Aber: „Die Jungen muss man unterstützen“, findet Neubert. Bei den Frauen ist Petra Garamvölgyi aus Ungarn mit ihren 18 Jahren die jüngste Teilnehmerin im Hauptspringen. Sie reist auf Empfehlung von Marathonmeister und Freund der LG, Gabor Szabo, an. Mit 4,20 Metern persönlicher Bestleistung könne man von ihr einiges erwarten.

Noch ein Nachwuchstalent: Ella Buchner. „Ich habe sie bis vor kurzem selbst auch nicht gekannt – bis sie dieses Jahr 4,45 Meter gesprungen ist“, sagt Neubert. Somit sei die Potsdamerin eine Kandidatin für das Hofer Meeting geworden. Sie verspreche, in Deutschland den Weg ganz nach oben zu suchen, auch, weil es bei den deutschen Frauen aktuell „noch Luft nach oben“ gebe.

Auch der eigene LG-Nachwuchs profitiere vom Stabhochsprung Meeting in der Altstadt. „Die Kinder können den Stars hautnah kommen, sich Autogramme holen – das motiviert, wieder zum Training zu gehen und Leichtathletik zu betreiben“, sagt Udo Jahreiß von der LG Hof. Der Verein setze auf die jungen Mitglieder, auch bei der Veranstaltung selbst. „Ohne unsere tolle Leichtathletik-Familie könnten wir das Event kaum schultern“, sagt er. Man habe keine externen Kräfte dabei.

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