Nun ist er auch offiziell der Chef: der belgische Dirigent Martijn Dendievel. Für seinen Einstand am Freitagabend im Festsaal der Freiheitshalle hatte er ein ambitioniertes und ausgeklügeltes Programm ausgewählt. Das hatte es in jeder Beziehung in sich: die selten gespielte, weil vom Komponisten angeblich selbst verschmähte Manfred-Symphonie von Peter Tschaikowsky, Franz Liszts sinfonische Dichtung „Les Preludes“, und als zeitgenössisches Werk eine deutsche Uraufführung: das Violinkonzert „Niobe“ von Richard Blackford.