Hofer Volksfest Bratwurst zu teuer: Mann wählt Notruf

Weil ihm der Preis für Bratwürste auf dem Hofer Volksfest zu hoch erschien, wählte ein Mann empört den Polizeinotruf. Er kassierte dafür eine Anzeige.

Symbolfoto: Notruf gewählt. Foto: Peter Kneffel/dpa

Der Volksfest-Samstag wurde für einen 18-jährigen Schleizer zum Verhängnis. Nachdem der junge Mann mit reichlich Alkohol ausgiebig gefeiert hatte, wollte er sich zum Ende seines Volksfestbesuches kurz nach Mitternacht noch ein paar Bratwürste kaufen. Da ihm der Preis zu hoch erschien, trat er mit dem Verkaufspersonal in Preisverhandlungen. Die Verhandlungen verliefen für den 18-Jährigen allerdings erfolglos. Die Bratwürste erwarb er schließlich zum regulären Verkaufspreis.

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Wie die Polizei mitteilt, entbrannte nun zwischen Verkaufspersonal und dem 18-Jährigen ein Streit, da dieser nun steif und fest behauptete, dass ein günstigerer Preis vereinbart gewesen wäre und er noch Wechselgeld erhalten müsse. Der 18-Jährige wählte deshalb den Polizeinotruf und forderte eine Polizeistreife an. Die Einsatzzentrale schickte dem Mann einen Streifenwagen, doch diesem ging es offensichtlich nicht schnell genug. Er wählte innerhalb weniger Minuten mehrmals den Polizeinotruf. Selbst als die Polizei vor Ort war, rief er weiterhin provokativ bei der Polizei an.

Da der Bratwurstverkauf rechtens war, sich der Streit aber aufgrund der Uneinsichtigkeit des betrunkenen Mannes nicht schlichten ließ, erteilte die Polizei ihm einen Platzverweis. Als der 18-Jährige auch diesen nicht befolgte, nahm ihn die Polizei in Gewahrsam und leitete ein Strafverfahren wegen Missbrauch von Notrufen ein. Der Preis der Bratwurst dürfte inzwischen das kleinere Problem sein.