Hohe Ehrung für Michael Weich Stadtbrandmeister rettet Kleinkind vor Flammen

Oberbürgermeister Ingo Lehmann, Landrat Klaus Peter Söllner und auch Landtagsabgeordnete Inge Aures waren dabei, als der Kulmbacher Stadtbrandmeister Michael Weich (Dritter von rechts)in Begleitung einer Frau Heike am Montagnachmittag aus der Hand von Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz das Steckkreuz für besondere Leistungen in der Feuerwehr bekam. Foto: /Regierung von Oberfranken

Seit mehr als 40 Jahre lebt der Kulmbacher Stadtbrandmeister Michael Weich den Feuerwehrdienst. Mit einer hohen Ehrung wurde ihm dafür jetzt Dank zuteil.

Kulmbach/Bayreuth - „Das ist eine Ehrung, die wirklich nicht jeder bekommt“, macht Kreisbrandrat Stefan Härtlein deutlich und unterstreicht damit die Bedeutung der Auszeichnung, die am Montagnachmittag in Bayreuth Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz im Auftrag von Innenminister Joachim Herrmann dem Kulmbacher Stadtbrandmeister Michael Weich verliehen hat. Weich ist jetzt Träger des Steckkreuzes als Ehrenzeichen „für besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen oder bei der Bekämpfung von Bränden oder sonstigen Notständen.

Piwernetz erinnerte an die lange Karriere, die Weich in der Feuerwehr nun hinter sich hat. Am 1. Januar 1978 trat er als aktives Mitglied in die Freiwillige Feuerwehr Kulmbach ein. „1987 haben Sie bereits Führungskompetenzen erwiesen und haben die Gruppenführerausbildung erfolgreich abgeschlossen. Ihre Wahl zum Stadtbrandmeister und stellvertretenden Kommandanten erfolgte im Jahr 2000“, trug die Regierungspräsidentin vor. 2018 wurde Michael Weich schließlich für 40 Jahre aktive Dienstzeit mit dem Ehrenzeichen in Gold geehrt.

„Aufgrund Ihres Fachwissens, welches Sie durch den Besuch einer Vielzahl von Lehrgängen an den staatlichen Feuerwehrschulen permanent erweiterten und vertieften, haben Sie sich im Laufe Ihrer Dienstzeit größte Wertschätzung erworben“, machte Piwernetz deutlich und fügte an: „Diese Wertschätzung gilt auch Ihrem besonderen Einsatz, bei dem Sie im Jahr 2019 unter Einsatz Ihres Lebens und ohne lange zu zögern ein kleines Kind bei einem Wohnungsbrand gerettet haben. Ihr langjähriges Engagement verdient unseren besonderen Dank und Anerkennung.“

Michael Weich hat sich über die Ehrung, aber auch darüber, dass Landrat Klaus Peter Söllner, OB Ingo Lehmann und MdL Inge Aures an der Feierstunde teilgenommen haben, sehr gefreut. Scherzhaft merkte der 59-Jährige an: „Wenn man so eine Auszeichnung bekommt, merkt man, dass man alt wird und man im aktiven Dienst nicht mehr lang hat.“ Für Heike Weich, die oft auf ihren Mann verzichten muss, gab es einen Blumenstrauß, für den Geehrten unter anderem einen Präsentkorb.

Kreisbrandrat Stefan Härtlein würdigt die langjährige engagierte Arbeit von Michael Weich und übermittelte seine Glückwünsche. „Er ist bei fast jedem Einsatz der Kulmbacher Feuerwehr mit draußen. Er zeigt ein Engagement, das seinesgleichen sucht.“ Das Feuerwehrsteckkreuz werde nicht oft verliehen. Die Auszeichnung sei für jeden Regierungsbezirk nur in limitierte Zahl möglich. Das zeige, wie hochwertig diese Ehrung ist, die nun auch dem Kulmbacher Stadtbrandmeister zuteil geworden ist.

Auch OB Ingo Lehmann fand anerkennende Worte: „Michael Weich ist ein Aushängeschild unserer Feuerwehr. Seit über 40 Jahren engagiert er sich mit großer Leidenschaft und über das normale Maß hinaus, und das zu jeder Tages- und Nachtzeit. Michael Weich liebt und lebt die Feuerwehrarbeit und ist immer zur Stelle, wenn man ihn braucht. Als Stadtbrandmeister steht er der Verwaltung und auch mir als Oberbürgermeister stets mit Rat und Tat zur Seite und unterstützt uns mit großer Fachexpertise. Er handelt überlegt, ist zielorientiert und ein echter Teamplayer. Seine Auszeichnung mit dem Steckkreuz für besondere Verdienste um das Feuerlöschwesen ist mehr als verdient und das Ergebnis jahrzehntelanger, ehrenamtlicher Tätigkeit.“

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