Hohenberg Spiel- und Sportpark kommt

Wolfgang Neidhardt
Um Energie zu sparen, wird Burg Hohenberg nicht mehr illuminiert. Foto: Gerd Pöhlmann/Gerd Pöhlmann

Die Yamakawa-Stiftung in Hohenberg investiert weiter. Und die Stadt freut sich auf ein Geschenk der Nachbargemeinde in Tschechien.

Hohenberg, die kleine Stadt an der Eger, ist lebenswert – und wird noch lebenswerter. Zu verdanken hat sie dies nicht zuletzt einer großzügigen Japanerin namens Kazuko Yamakawa. Sie hat dem Ort aus alter Verbundenheit über die Firma Feiler bereits ein modernes Seniorenhaus finanziert – und das wird nun noch ergänzt. Neben diesem Haus wird die Stiftung Lebenswertes Hohenberg einen „Generationen Spiel- und Sportpark“ bauen lassen. Der Planung dafür stimmte der Stadtrat bei der Sitzung am Montag ebenso zu wie dem Vorhaben, auf dem Grundstück Ärztehaus/Turnhalle einen Parkplatz mit 35 Stellplätzen anzulegen.

Staatsstraße komplett saniert

Seit Dienstag ist die Stadt Hohenberg von Selb aus auf einer komplett sanierten Staatsstraße zu erreichen. Nach sechs Wochen Bauzeit schloss die Firma die Sanierung des Straßenbelages ab. Darüber hinaus wurde auch der Radweg entlang der Eger verbessert. Bürgermeister Jürgen Hoffmann dankte den Bürgern für das Verständnis und das vernünftige Verhalten während der Bauphase. Auf die Sanierung der Bordsteine, die im Gegensatz zum Straßenbau zu ihren Lasten gegangen wäre, hat die Stadt verzichtet. „Das wäre ein finanzieller Kraftakt gewesen“, sagte der Bürgermeister auf Anfrage von Ingrid Göhlert.

Zu Beginn der Sitzung hatte Hoffmann den Bürgern großen Dank ausgesprochen für die Gestaltung zweier Großveranstaltungen, dem Wiesenfest und der Feier des 800-jährigen Bestehens der Stadt. Bei letzterer seien kurzfristig krankheitsbedingt etliche Helfer ausgefallen – und andere für sie in die Bresche gesprungen. „Alle Gäste, nicht zuletzt die aus unseren Partnergemeinden aus Österreich und Ungarn, haben sich gut aufgehoben gefühlt.“ Der Bürgermeister betonte, dass die Feiern ausschließlich über Spenden finanziert worden seien.

Zu schnell im Langen Weg

Sparen steht aus aktuellen Gründen in Hohenberg auf der Tagesordnung. Seit vergangener Woche verzichtet die Stadt darauf, die Burg anstrahlen zu lassen. Zweiter Beitrag, um weniger Energie zu verbrauchen: Der Brunnen am Burgplatz soll schon früher im Jahr abgeschaltet werden. Neben diesem Platz weist Hohenberg noch weitere reizvolle Orte auf. Einer davon soll nach dem Vorschlag des Bürgermeisters nun noch bereichert werden: Die Nachbargemeinde Libá/Liebenstein hat der Stadt zum Jubiläum eine Ruhebank – und auch noch drei bunt bemalte Steine – geschenkt. Die Bank soll am Fußgänger-Grenzübergang an der Hammermühle aufgestellt werden. Hoffmann will mit der Ortsgruppe des Fichtelgebirgsvereins sprechen, damit diese die von ihr dort aufgestellte Bank an einen anderen attraktiven Ort verlegt.

Ein Verkehrsproblem sprach Florentin Lippert an: In der Flurstraße und in Richtung Langer Weg, wo Tempo 30 vorgeschrieben ist, würde häufig viel zu schnell gefahren. „Erfahrungsgemäß tun dies leider auch viele Einheimische, etwa, wenn sie die Kinder zum Kindergarten bringen“, stellte der Bürgermeister fest. Er werde die Eltern noch einmal um vorsichtiges Fahren bitten – und sich darum kümmern, dass in naher Zukunft ein Ortstermin mit Polizei und Anwohnern anberaumt wird.

Platz im Gemeindehaus

Hoffmann informierte weiterhin: Die Mädchen und Jungen aus Hohenberg, die den Kindergarten besuchen, werden während dessen Umbau im neuen Gemeindehaus Platz finden.

Drei Anregungen für kleine Reparaturen kamen noch aus dem Gremium: Ingrid Göhlert bat darum, am Fußweg zur Industriestraße die Bäume schneiden zu lassen. Werner Wilhelm wies darauf hin, dass die Steinplatte vor dem Dudelsackpfeifer am Ortseingang locker sei. Und Florentin Lippert bat darum, ein kleines Stück der Treppe zu sanieren, die vom Winkel zum Wiesenfestplatz führt.

Über die Vorhaben der Stiftung Lebenswertes Hohenberg hinaus segnete das Gremium in der Sitzung noch drei weitere Bauanträge ab: Tomas Hybner, Carport, Einfriedung und Terrasse mit Überdachung in Sommerhau 17, Stefan Ernst, Wohnhaus am Steinberg 5, Stefanie Geiger, Dachterrasse am Burgplatz 7.

 

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