Israel hatte 1967 unter anderem das Westjordanland und Ost-Jerusalem erobert, wo heute mehr als 700.000 Siedler inmitten von rund drei Millionen Palästinensern leben. Die Palästinenser beanspruchen diese Gebiete für einen eigenen Staat mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt.
Wadephul setzt auf Dialog mit Israel
Wadephul betonte am Montag, dass die israelische Siedlungspolitik auch aus deutscher Sicht nicht im Einklang mit internationalem Recht stehe. Man erwarte, dass die israelische Regierung gegen gewalttätige Siedler hart und entschlossen vorgehe. Das habe er auch in der vergangenen Woche bei einem Besuch in Israel klargemacht, sagte er.
Bislang hat Deutschland lediglich EU-Sanktionen gegen einzelne Organisationen und Personen wegen der Gewalt radikaler israelischer Siedler gegen Palästinenser im Westjordanland mitgetragen. Kritiker der erwogenen Handelsmaßnahmen verweisen auch darauf, dass es nur um geringe Exportmengen gehen würde und dass es auch bei der Umsetzung praktische Hürden geben dürfte. So könnten israelische Händler etwa Waren umetikettieren oder mit Produkten aus Israel vermischen.