Selbitzer Wiesenfest Schlägereien, Übergriffe und Kung-Fu-Move

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Unbekannte Täter attackierten am frühen Samstagmorgen, kurz nach Mitternacht, in Selbitz mehrere Passanten in der Schulstraße. Glücklicherweise erlitten die Opfer der Angriffe nur leichtere Verletzungen. Die Kriminalpolizei Hof ermittelt und bittet um Zeugenhinweise. Zudem schlug ein 28-jähriger Selbitzer im Festzelt einen 29-jährigen Geroldsgrüner auf den Kopf. Auch in den frühen Morgenstunden des Sonntags kam es zu Übergriffen. 

Zu mehreren Gewaltdelikten ist es am während der Feierlichkeiten zum Selbitzer Wiesenfest gekommen. Zunächst schlug am Freitagabend ein 28-jähriger Selbitzer im Festzelt einen 29-jährigen Geroldsgrüner auf den Kopf. Dadurch fiel dessen Getränk zu Boden. Eine Stunde später lief man sich erneut über den Weg. Nun wurde um Ersatz des im Vorfeld zu Boden gefallenen Getränkes gebeten. Im Rahmen des Gespräches kam es zu einer wechselseitigen Körperverletzung zwischen dem 28-Jährigen und dem 35-jährigen Freund des Geroldsgrüners, wie es im Bericht der Polizei heißt. Beide Kontrahenten hatten nach der körperlichen Attacke im Gesicht leichte Verletzungen.

Der 28-Jährige war auch bei der Anzeigenaufnahme noch so aggressiv, dass er durch die Polizei mittels körperlicher Gewalt aus dem Zelt gebracht und kurzzeitig in Gewahrsam genommen werden musste. Nun wird wegen Körperverletzungsdelikten ermittelt.

Angriff auf Gruppe

Unweit der feiernden Wiesenfestgäste griff dann in den frühen Morgenstunden des Samstags eine Gruppe von vier Personen zunächst einen 18-Jährigen aus dem Landkreis Hof an. Nachdem diesem die Flucht gelang, nahmen die Unbekannten einen anderen 18-Jährigen ins Visier. Sie schlugen und traten auf ihr Opfer ein, welches dadurch zu Boden ging. Bei einem Schlichtungsversuch couragierter Helfer, ging die Gruppe auch gegen diese vor und verletzte sie in gleicher Weise mit Schlägen und Tritten. Beim Eintreffen der Polizei flüchteten die unbekannten Täter. Trotz intensiver Fahndungsmaßnahmen konnten sie nicht mehr festgestellt werden.

Der 18-Jährige wurde in einem Krankenhaus medizinisch versorgt. Nach derzeitigen Erkenntnissen wurde er, wie die anderen angegriffenen Personen, jedoch nicht schwerer verletzt.

Die Hofer Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen, die die Auseinandersetzungen im Bereich der Schulstraße gesehen haben oder Informationen zu der unbekannten Personengruppe geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 09281/704-0 mit der Kripo Hof in Verbindung zu setzen.

Platzverweis nicht befolgt

In der Nacht von Samstag auf Sonntag, gegen 0.20 Uhr, musste die Polizei dann einem 22-jährigen Festbesucher einen Platzverweis erteilen, nachdem dieser andere Gäste angepöbelt hatte. Allerdings begab sich der junge Mann nach kurzer Zeit wieder auf das Festgelände und wurde deshalb in Gewahrsam genommen. Dabei widersetzte er sich den polizeilichen Maßnahmen und beleidigte zudem die Beamten. Der 22-Jährige erhält nun eine Anzeige wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung.

Kung Fu auf dem Festplatz 

Gegen 1 Uhr am Sonntag kam es dann zu einem etwas kuriosen Angriff vor dem Autoscooter. Auf dem Festplatz eingesetzte Rettungssanitäter sahen dort eine kleinere Menschenmenge stehen. In der Menge schwang ein unbekannter, sehr großer Mann, sein Bein in Kung-Fu-Manier gegen die anderen Personen. Bei Eintreffen der Polizei löste sich die Menschenmenge blitzartig auf und die Personen verschwanden. Bislang sind weder Täter noch verletzte Personen bekannt. Die Polizei Naila hat die Ermittlungen wegen der möglichen Körperverletzung aufgenommen. Zeugen und Geschädigte werden gebeten, sich auch diesbezüglich bei der Nailaer Polizei unter der Nummer 09281/704-0 zu melden.

Zu Boden geschubst

Gegen 3.35 Uhr gerieten ein 31-jähriger Mann aus dem Landkreis Hof und ein 28-Jähriger aus dem Landkreis Lichtenfels aneinander. Der ältere schubste den jüngeren dabei zu Boden, wobei dieser leicht verletzt wurde. Die Polizei Naila ermittelt nun wegen Körperverletzung und bittet Zeugen, sich unter Nummer 09282-979040 zu melden.

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