Im Fichtelgebirge Luftfilter statt Masken und Tests

Die Pandemiebekämpfung bleibt Thema, beeinflusst den Schulalltag aber weniger als bisher. Eigenverantwortung heißt neue Devise.

Spucken, Gurgeln oder Bohren gehört nicht mehr zur Schulalltag: Aktuell gibt es keine Corona-Test-Verpflichtung. Foto: Archiv Florian Miedl

Gibt es genug Luftfilter in den Klassenzimmern?

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Schulamtsdirektor Günter Tauber: Grund- und Mittelschulen sind nahezu komplett mit diesen Geräten ausgestattet. Die Aufwandsträger und ihre Schulen haben sich sehr frühzeitig auf den Weg gemacht und Luftreiniger oder Lüftungsanlagen angeschafft.

Oliver Brandt, Realschule Marktredwitz: Luftfilter sind in jedem Klassenzimmer nach der Generalsanierung vorhanden.

Oliver Meier, Realschule Wunsiedel: Alle Klassenzimmer sind mit Luftreinigungsgeräten ausgestattet. Lediglich für die Fachräume wurden keine angeschafft.

Maria Neumayr, Realschule Selb: Die Schule ist mit Luftfiltern ausgestattet. Es konnte aber nicht jeder Raum versorgt werden.

Tabea-Stephanie Amtmann, Gymnasium Selb: Wir haben etwa in der Hälfte der Räume Luftfilter stehen. Für Fachräume konnten diese leider nicht beantragt werden. Alle Räume ohne Luftfilter sind mit CO-2-Ampeln ausgestattet, damit rechtzeitig gelüftet werden kann. Man darf ja nicht vergessen: Luftfilter ersetzen das Lüften nicht, sondern wirken lediglich unterstützend.

Joachim Zembsch, Gymnasium Wunsiedel: In allen Klassenzimmern und Fachräumen sind flächendeckend Luftfilter vorhanden. Wir haben keinen weiteren Bedarf.

 

Wie lauten die aktuellen Vorgaben zur Maskenpflicht?

Günter Tauber: Ende April sind die meisten verpflichtenden Schutzmaßnahmen weggefallen. An ihre Stelle gelten – auch beim Schulstart – allgemeine Basis-Hygienemaßnahmen wie Lüften, Händewaschen und Abstandhalten, wo immer möglich.

Momentan ist keine Maskenpflicht vorgesehen. Empfohlen werden Masken in Innenräumen, ausdrücklich empfohlen werden sie auf Begegnungsflächen wie Gängen, Treppenhäusern und Pausenhallen sowie nach einer bestätigten Infektion fünf Unterrichtstage lang in der Klasse. Sonst kann die Maske immer freiwillig getragen werden.

Gibt es wieder Tests in den Schulen?

Günter Tauber: Zur Zeit gibt es keine Testverpflichtung, aber es ist den Schulen gestattet, Tests an die Schüler und das Personal auszuteilen, um so einen sicheren Beginn zu ermöglichen. Vorgesehen sind bis zu drei Selbsttests pro Person und Woche. Die Anwendung ist freiwillig und außerhalb der Schule. Sollte dies kurzfristig geändert werden, informieren wir sehr zeitnah.

Oliver Brandt, Realschule Marktredwitz: Am ersten Schultag bekommt jeder Schüler sechs Tests für die ersten 14 Tage zum freiwilligen Testen zuhause – ansonsten ist nichts vorgesehen.

Maria Neumayr, Realschule Selb: Jeder Schüler sowie das Personal erhalten ein Kontingent zum freiwilligen Testen für die ersten beiden Schulwochen.

Joachim Zembsch, Gymnasium Wunsiedel: Gemäß der Anordnung des Staatsministeriums werden jedem Schüler bis zu sechs Tests zur Verfügung gestellt. Hier wird verstärkt auf Eigenverantwortung gesetzt, wie sie die Politik auch anmahnt.

Tabea-Stephanie Amtmann, Gymnasium Selb: Pläne für unterschiedliche Szenarien haben wir selbst in der Schublade, sodass wir rasch reagieren können. In den Schulen selbst wird nicht mehr getestet.

Wir haben jedoch in der vorletzten Ferienwoche die Eltern angeschrieben. Jeder Schüler und jede Schülerin konnten die sechs Tests schon in der letzten Ferienwoche abholen. Damit wollen wir die ersten beiden Schulwochen etwas entlasten und für mehr Sicherheit am ersten Schultag sorgen. Viele Eltern haben von diesem Angebot Gebrauch gemacht und sind für ein freiwilliges Testen zuhause gerüstet.

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