Im Greenpark Marktredwitz Ein Spielplatz für große Abenteurer

Sascha Fuchs

Der neue Platz im Marktredwitzer Greenpark bietet für kleine und große Kinder eine Menge Raum zum herumtoben. Ein 17 Meter langer Kletterparcours bildet das Highlight.

Alle Beteiligten und auch schon die ersten Tester freuten sich über den neuen Spielplatz (von links): Pierre Roscher von der Firma Roscher, Landschaftsarchitektin Marion Schlichtiger, Bauhofleiter Roland Sommer, Oberbürgermeister Oliver Weigel, Martin Gramsch von der Gärtnerei Gramsch und Thomas Hecht von der Wirtschaftsförderung der Stadt Marktredwitz. Foto: Stadt Marktredwitz

So leicht ist man heutzutage nicht mehr zu beeindrucken. Alles entwickelt sich in rasanter Geschwindigkeit weiter. Wo Smartphones und Tablets einst Hightech waren, gehören sie mittlerweile zum Leben wie die Butter aufs Brot. Und so reicht es im Jahr 2023 wohl auch auf einem Spielplatz nicht mehr aus, einfach nur eine Schaukel, eine Rutsche und einen Sandkasten hinzustellen – wer kleine Energiebündel über Stunden hinweg beschäftigen will, muss kreativ werden. Der neue Abenteuerspielplatz im Marktredwitzer Greenpark kann sich da auf jeden Fall sehen lassen.

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Zwei Schaukeln, die Rutsche und der Sandkasten dürfen selbstverständlich nicht fehlen, doch wie sie in eine Art Gesamtkunstwerk auf dem Spielplatz verpackt sind, ist das Besondere daran. „Wir wollen die Kinder fordern und fördern“, betont Pierre Roscher, der Hauptverantwortliche für den Bau der Anlage. Und das gelingt, indem man beispielsweise vor die abschließende Rutsche einen 17 Meter langen Kletterparcours baut. Das soll den Platz auch für etwas ältere Kinder attraktiv machen.

Spielplatz für große und kleine Kinder

Für die ganz Kleinen bietet der Spielplatz aber ebenso genug Möglichkeiten, sich auszutoben. Ein „Hexenhaus“ mit davor aufgestellten Wipptieren – wo sich Wildschwein und Schnecke guten Tag sagen – laden zum Spielen ein.

Der ganze Spielplatz fügt sich übrigens auch gut in die naturnahe Optik im Greenpark ein. Der Großteil der Spielgeräte ist aus Holz, die meisten Bretter und Stämme sind krumm und schief – mit Absicht, versteht sich. „Mit einer Wasserwaage brauchten wir gar nicht erst anzufangen. Das war schon eine Herausforderung“, erinnert sich Pierre Roscher. Doch es hat sich gelohnt, die Anlage erinnert ein wenig an eine mystische Fantasy-Welt. Fast schon ein „gefundenes Fressen“ für das Vorstellungsvermögen, das Kinder so oft an den Tag legen. Und sowieso gibt es wohl nur wenige Spielplätze mit einer Aussicht wie diesen. Wenn die Wolken und das Wetter mitspielen, kann man seinen Blick weit über die Dächer von Marktredwitz hinaus und bis auf den Gipfel der Kösseine schweifen lassen.

Damit der Platz noch im Juni fertig werden konnte, hatten sich der Bauhof der Stadt Marktredwitz, die Landschaftsarchitektin Marion Schlichtiger aus Wunsiedel, die Firma Roscher und die Gärtnerei Gramsch aus Marktredwitz mächtig ins Zeug gelegt. Die Letzteren beiden waren für die Begrünung zuständig, einer der letzten Schritte, die zur Fertigstellung gefehlt hatten.

Keine neuen Parkplätze

Weil es beim Projekt Greenpark darum geht, Nachhaltigkeit und Naturbewusstsein in den Fokus zu rücken, gibt es übrigens keinen extra Parkplatz am Spielplatz. Die Stadt wollte keine weiteren Flächen versiegeln, die dann wiederum der Landwirtschaft fehlen würden. Der Wanderparkplatz unterhalb des Waldstadions oder die Parkbucht entlang der sogenannten Vitaminrunde im Greenpark eignen sich gut, um den Platz von dort aus zu Fuß zu erreichen. Und keine Sorge: Auch für Eltern gibt es auf dem neuen Abenteuerspielplatz einen Platz zum Sitzen und Entspannen, während die Kinder zum Beispiel durch den Parcours kraxeln.