Gott habe sich nach der Schöpfungsgeschichte tagelang Gedanken darüber gemacht, wie er Pflanzen und Tiere erschaffe und erst am sechsten Tag dann den Menschen. „Hat er das alles gemacht, weil es ihm am Ende nur um diese eine Sorte geht? Das glaube ich nicht.“
Kritik am Umgang der Kirchen mit dem Thema
Taxacher kritisierte, die Kirchen legten bei dem Thema vielfach eine Zurückhaltung an den Tag, die manchmal „sogar fast passiv-aggressiv“ sei. „Dass wir für Tiere hoffen dürfen, dass sie bei der Vollendung der Schöpfung irgendwie einen Platz haben, das wird vielfach so als vollkommen naiv abgetan.“
Er halte es für falsch, wenn etwa die Frage nach einer Beerdigung für Haustiere als etwas abgewiesen werde, was überhaupt nicht christlich sein dürfe. Er habe auch den Eindruck, dass die kirchliche Jenseitsverkündigung „so unglaubwürdig geworden ist, weil sie so sublimiert ist“.
Liebgewonnene Tiere kommen in den Himmel
Auch der Passauer Bischof Stefan Oster macht Tierbesitzern Hoffnung, dass sie ihre Lieblinge nach dem Tod wiedersehen werden. Oft fragten ihn Kinder, wenn ihr Haustier gestorben sei, ob etwa die Katze in den Himmel komme, so Oster.
Er sage dann: „Wenn Du sie wirklich gerne gehabt hast – dann glaube ich, ist sie dabei. Dann hast Du sie mit in den Himmel hineingeliebt. Denn der Himmel ist der Ort, in dem die Liebe regiert.“