In der DEL 2 Die Wölfe bauen auf Max Gimmel

Freut sich auf die DEL2: Max Gimmel. Foto: Mario Wiedel

Der 20-jährige Marktredwitzer erhält einen Fördervertrag für die DEL2. Laut Trainer Herbert Hohenberger steckt noch viel Potenzial­ in dem jungen Eishockey-Crack.

Selb - Max Gimmel, das 20-jährige Eigengewächs des Eishockey-Zweitligisten VER Selb, hat jetzt einen DEL-2-Fördervertrag erhalten. Gimmel hat nach Angaben der Wölfe in der vergangenen Aufstiegs-Saison einen riesigen Schritt nach vorne gemacht und gezeigt, dass er sich im Seniorenbereich durchsetzen kann und will. So hat der 20-Jährige zuletzt in der Finalserie gegen die Hannover Scorpions die Lücke, die Ben Böhringer durch seinen verletzungsbedingten Ausfall im Abwehrverbund hinterlassen hat, tadellos ausgefüllt und damit bewiesen, dass man auf ihn bauen kann. Nun, nachdem auch mit seinem Arbeitgeber alles geklärt ist, erhält der gebürtige Marktredwitzer einen DEL2-Fördervertrag bei seinem Heimatverein.

„Max hat für mich von den ganz jungen Spielern letzte Saison den größten Schritt gemacht. Er war die Überraschung der abgelaufenen Spielzeit schlechthin“, schwärmt Wölfe-Headcoach Herbert Hohenberger von seinem U 21-Schützling. „Durch den Saisonabbruch bei der U 20 war Max ein fester Bestandteil des Oberligakaders. Diese Möglichkeit hat er genutzt und sich prächtig entwickelt“, betonte der österreichische Eishockeylehrer weiter. Hohenberger erkennt viel Potenzial im 1,94 Meter großen Eigengewächs: „Wir wollen weiter viel mit Max arbeiten, und er wird definitiv – wie natürlich die anderen U 21-Spieler auch – seine Eiszeiten bekommen, denn in Max steckt noch Potenzial für mehr in der Zukunft – und das wollen wir gemeinsam mit ihm ausschöpfen.“

„Klar bin ich selbst auch sehr zufrieden mit meiner Entwicklung in der letzten Saison. Ich bin aber auch sehr dankbar für das Vertrauen, das mir über die gesamte Saison hinweg entgegengebracht wurde“, blickt der 20-jährige Verteidiger auf das vergangene Jahr zurück. Eine Saison, wie sie so hoffentlich einmalig bleibt in der Geschichte, da kein einziges Pflichtspiel vor Zuschauern ausgetragen werden konnte. „Es war natürlich schon komisch, in einer völlig leeren Halle zu spielen. Aber durch die ganzen Aktionen hatte man trotzdem immer das Gefühl, dass die Fans da sind und hinter uns stehen.“

Über die komplette Saison hinweg bekam Max Gimmel immer wieder Einsätze und Eiszeit, was sich zum Ende der Saison auszahlen sollte, als Ben Böhringer in der Finalserie gegen die Hannover Scorpions verletzungsbedingt nicht mehr eingreifen konnte, Gimmel für ihn in die Mannschaft rotierte und eine tadellose Leistung ablieferte.

„Max hat Ben in der Finalserie sehr gut ersetzt und einen super Job abgeliefert“, lobt Coach Hohenberger seinen Nachwuchscrack, dem aufgrund der großen Aufgabe gar nicht angst und bange wurde: „Ein gewisser Druck war natürlich da. Aber ich erhielt von allen Seiten große Unterstützung und konnte mich deshalb einfach auf das konzentrieren, was ich kann. Für mich war es wichtig, auch in der DEL2 weiterhin meiner Arbeit nachgehen zu können. Nach ein paar Gesprächen wurde hier aber schnell eine für alle Seiten gut funktionierende Lösung gefunden“, erklärt Max Gimmel die Situation, die es für ihn, seinen Arbeitgeber und die Wölfe zu lösen galt. Dass hier der Arbeitgeber im wahrsten Sinne des Wortes „mitspielt“ und einem jungen Talent die Chance ermöglicht, mit dem VER in die zweite Liga zu gehen, ist keineswegs selbstverständlich und verdient allerhöchsten Respekt, heißt es in der Mitteilung des VER weiter.

Sportlich geht für Max sicherlich ein Kindheitstraum in Erfüllung: „Ich will die Chance, die ich jetzt bekomme, mit meinem Heimatverein in der 2. Liga zu spielen, definitiv nutzen und mich persönlich weiterentwickeln.“

 

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