In der Region Was am Dienstag wichtig ist

Die Pläne für eine dritte Stromtrasse in der Region nehmen Form an. Heute gibt es konkrete Infos aus erster Hand.

Für ein Tennet-Projekt soll ein neues Umspannwerk entstehen. Foto: picture alliance/dpa

„Jesus“ in Kulmbach vor Gericht

Wie geht es diesmal aus für einen Stadtsteinacher? Auf diesen Prozess, der am Dienstag um 9 Uhr beginnt, warten vor allem in Stadtsteinach viele. Vor dem Amtsgericht Kulmbach muss sich in den kommenden Tagen ein 50-jähriger Mann verantworten, der in den vergangenen Jahren im Raum Stadtsteinach immer wieder für Aufsehen gesorgt hat. Dem bereits mehrfach vorbestraften Angeklagten werden unter anderem Bedrohungen und Störungen von Gottesdiensten zur Last gelegt. Der Mann, der sich selbst für Jesus hält, soll zudem im Umfeld der Kirche randaliert und Anwohner sowie Beschäftigte der Pfarrei massiv belästigt haben. Über den Fall berichtet die Frankenpost nach dem Prozess ausführlich.

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Netzausbau-Infoveranstaltung in Großwendern

Zwei Flächen kommen in unmittelbarer Nachbarschaft des Marktleuthener Ortsteils Großwendern für ein riesiges Umspannwerk infrage. Die Tennet plant derzeit eine weitere Stromtrasse von Sachsen nach Oberfranken, die „Elster-Eger-Leitung“. Diese soll im nördlichen Landkreis Wunsiedel enden und bei Marktleuthen mit dem Ostbayernring verbunden werden. Dafür wird ein großes Umspannwerk gebaut. Wo genau steht noch nicht fest, klar ist nur: Es wird unweit Marktleuthens entstehen. Die betroffenen Anwohner sind nicht begeistert. Eine Bürgerinitiative hat sich formiert.

Am Dienstag findet um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung dazu in der „alten Schule“, dem Dorfhaus in Großwendern, statt. Tennet-Mitarbeiter stehen dort für Fragen zur Verfügung.

Streit um Stellenabbau in Oberfrankens Industrie

Hohe Arbeits- und Energiekosten, eine überbordende Bürokratie sowie ein zunehmend schwieriges außenwirtschaftliches Umfeld setzen der oberfränkischen Metall- und Elektroindustrie enorm zu. Nach Angaben der Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm könnten in diesem Jahr rund 2500 Arbeitsplätze in der oberfränkischen M+E Industrie verloren gehen. Als Reaktion auf unsere Berichterstattung hat sich nun die IG Metall in Oberfranken zu Wort gemeldet und warnt davor, aktuellen Herausforderungen einseitig mit Personalabbau und Kostensenkungsprogrammen zu begegnen. Was die Gewerkschaft stattdessen fordert und welche Zahlen bei den Industrie- und Handelskammern zu dem Thema vorliegen, lesen Sie am Dienstagabend.

Was geschah am 4. August?

2011: Der Tod eines 29-Jährigen durch Polizeikugeln löst zwei Tage später in mehreren Stadtteilen Londons eine Gewaltwelle aus. Am 8. August greifen die Krawalle auf andere britische Städte wie Birmingham, Liverpool und Manchester über. Fünf Menschen sterben.

1971: Sie gilt als erste Geiselnahme in der Geschichte der Bundesrepublik: Bei einem Banküberfall in München erschießt die Polizei einen der beiden Täter, der andere wird festgenommen. Eine Geisel stirbt im Kugelhagel.

1956: In Leipzig wird beim II. Deutschen Turn- und Sportfest der DDR das Zentralstadion eröffnet. Mit 100.000 Sitzplätzen, verteilt auf lange Holzbänke, gehört das Stadion am Elsterbecken lange zu den größten Arenen Europas.

1951: Mit der Verabschiedung des Gesetzes „über die Errichtung eines Kraftfahrt-Bundesamtes“ wird das KBA gegründet. Sitz der neuen Behörde wird Flensburg in Schleswig-Holstein.

1931: Kurt Tucholsky beschreibt in einem Beitrag für die Wochenzeitung „Die Weltbühne“, wie im Ersten Weltkrieg Feldgendarmen Deserteure niederschossen. Hieraus stammt das Zitat „Soldaten sind Mörder“.