In der Region Was am Donnerstag wichtig ist

Zwei Ausstellungen, die verschiedener kaum sein könnten, buhlen derzeit um die Gunst Interessierter. Bei einer findet am Abend sogar ein besonderer Vortrag statt.

Musik für die Augen. Foto: Stephan Herbert Fuchs

Nur noch drei Tage

Fotoausstellung & Musik für die Augen von Stephan Herbert Fuchs: Nur noch bis zum 31. Mai ist diese Fotoausstellung von Stephan Herbert Fuchs in der Kulmbacher Volkshochschule während der regulären Öffnungszeiten zu sehen. Die ausgewählten Fotos zeigen, wie facettenreich Stimmungen und Persönlichkeiten sich in den Gesichtern und Gesten renommierter Künstler der klassischen Musik und der Unterhaltungskunst widerspiegeln. „Für mich macht es keinen Unterschied, Superstars zu fotografieren oder Junge Musiker in Schülerkonzerten“ sagt er. Auch für Rock, Pop, Schlager oder volkstümliche Musik schlägt sein (fotografisches) Herz.

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Historische Fehlurteile

Innocence Project Deutschland: „Tatort Porzellan(ikon)“ heißt eine aktuelle Sonderausstellung im Porzellanikon Selb. Es geht um die Rolle des Porzellans bei Verbrechen, Betrug, Industriespionage und anderen spektakulären Kriminalfällen. Passend dazu stellt Professor Stefan König an diesem Donnerstag das Innocence Project Deutschland vor. Der Verein setzt sich für Menschen ein, die unschuldig verurteilt wurden und deren Chancen auf eine Wiederaufnahme ihres Verfahrens häufig äußerst gering sind. Die Mitarbeiter prüfen mögliche Fehlurteile, begleiten Betroffene bei Wiederaufnahmeverfahren und finanzieren unabhängige Gutachten. Der Vortrag um 19 Uhr bietet spannende Einblicke historische Fehlurteile und reale Fälle. Der Eintritt ist frei.

Was geschah am 28. Mai?

2025: Das Schweizer Bergdorf Blatten wird unter riesigen Geröll- und Eismassen begraben. Oberhalb der zuvor evakuierten Siedlung hatte ein langsam bröckelnder Gipfel mit Millionen Tonnen Gestein einen Gletscher zum Absturz gebracht.

2021: Mehr als 100 Jahre nach den Verbrechen der deutschen Kolonialmacht im heutigen Namibia erkennt die Bundesregierung die Gräueltaten an den Volksgruppen der Herero und Nama als Völkermord an. Mit 1,1 Milliarden Euro will Berlin das Land unterstützen. Vertreter der beiden Völker verlangen direkte Zahlungen an die Nachfahren von Zehntausenden Toten.

2011: Bei einem Referendum im streng katholischen Malta stimmt eine Mehrheit von 53 Prozent für ein gesetzliches Scheidungsrecht.

1961 - Der Londoner Rechtsanwalt Peter Benenson gründet die Menschenrechtsorganisation „Amnesty International“.

1926: General Gomes da Costa führt einen Militärputsch in Portugal an. Das Parlament wird aufgelöst und die Verfassung der Ersten Republik faktisch abgeschafft.