In Erkersreuth Vorfreude auf das „Kontakt“-Jubiläum

Jürgen Henkel
Die Mitglieder des Kirchenvorstands von Erkersreuth mit Pfarrer Jürgen Henkel, dem stellvertretenden KV-Vertrauensmann Udo Rödel und dem Vizepräsidenten der Dekanatssynode Joachim Reuer (von links) bereiten sich derzeit auf die KV-Wahl im Oktober vor. Krankheitsbedingt konnten einige KV-Mitglieder nicht am Jahresempfang teilnehmen. Foto:  

Das Pfarramt Erkersreuth bereitet eine Sonderausgabe des Gemeindebriefs zum 50. Jubiläum vor. Die Kirchengemeinde stimmt sich auf KV-Wahlen ein.

 
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Die Kirchengemeinde Erkersreuth hat beim Jahresempfang jüngst sowohl einen Rückblick auf das Jahr 2023 unternommen wie auch einen Ausblick auf 2024 gewagt. Vor allem das Jubiläum des Gemeindebriefs „Kontakt“ mit der 150. Nummer zu Ostern und die Kirchenvorstandswahlen im Herbst standen dabei im Fokus. Beim Jahresrückblick gab es auch Trauriges zu berichten.

Über 100 Gläubige und Mitarbeitende waren zum Gottesdienst mit Mitarbeiterdank und Jahresempfang gekommen, den Pfarrer Jürgen Henkel gemeinsam mit Pfarrer Werner Latteier gestaltete. Für die musikalische Umrahmung sorgten Gerhard Kießling am E-Piano, der Posaunenchor Selb und der Kirchenchor Erkersreuth unter der Leitung von Sabine Behr. Am Anfang des Jahresempfangs erhoben sich alle zu einer Gedenkminute für die 2023 verstorbenen Kirchenvorstandsmitglieder Hermann Kunze und Manfred Münchmeier. „Wir haben liebe Kollegen verloren“, so Pfarrer Henkel.

Im Blick auf die Personalausstattung der Kindertagesstätten hatte der Ortspfarrer gute Nachrichten im Gepäck: „Wir als Kirchengemeinde erleben alle Probleme hautnah – von den massiven Preissteigerungen im Bereich von Energie und Heizkosten bis hin zum Fachkräftemangel etwa im Bereich des Kita-Personals. Trotz der aktuellen Lage haben wir immer ausreichend Mitarbeiterinnen und erfüllen die vorgeschriebenen Personalschlüssel. Wir haben – auch durch gute Netzwerkbildung und Kontaktpflege – genug Personal. Dass hohe Krankenstände, die derzeit in Deutschland üblich sind, auch bei unseren Kitas vorkommen, ist leider an der Tagesordnung. Das ändert aber nichts an der guten Personalausstattung.“

Etliche Veranstaltungen

Zum Gemeindeleben freute sich der Pfarrer: „Es war das erste Jahr ohne alle Corona-Einschränkungen“. Er erinnerte an etliche Veranstaltungen und erwähnte auch das Engagement der gemeindlichen Gruppen und Kreise. „Wir haben für die Kirche in Selb-Plößberg ein bildgewaltiges Hungertuch aus Äthiopien von Regionalbischöfin Greiner bekommen.“ Der Förderverein des Horts habe mit Hella Völker an der Spitze einen neuen Vorstand. Der Kirchenchor gestalte im März eine Andacht für die Erdbebenopfer in Syrien und der Türkei. „In der Osternacht und an Pfingsten hatten wir Gottesdienste mit einem Chor ukrainischer Kriegsflüchtlinge. Wir haben wieder Kirche im Dorf gefeiert und konnten unser umfangreiches Gottesdienstangebot auch mit stimmungsvollen Abendandachten aufrechterhalten.“

Auch baulich war 2023 wieder einiges geboten, sagte Pfarrer Henkel. In Arbeit sei derzeit das neue Kirchenkreuz für die Martin-Luther-Kirche in Selb-Plößberg, das alte musste im Juni abgenommen werden wegen gelockerter Teile. Außerdem sei der neue Zaun des Kirchenparks fertiggestellt und eingeweiht worden. Er erwähnte auch das Gemeindefest im Juni. „Dieses konnten wir erstmals nach Corona wieder in großem Stil feiern.“ Stellvertretend für alle Helfer galt sein Dank Gisela Uhl und Udo Rödel.

Auch im Herbst sei ein reiches Gemeindeleben geboten gewesen. „Wir hatten den Reformationsgottesdienst des Dekanats in Erkersreuth mit dem rumänischen orthodoxen Metropoliten und Erzbischof Serafim von Deutschland, Zentral- und Nordeuropa, der eine Festpredigt zum Thema Religion und Toleranz hielt. Im Dezember konnten wir erstmals nach Corona wieder einen Gemeinde- und Mitarbeiterausflug durchführen, dieses Mal nach Zwickau.“ Pfarrer Henkel dankte auch dem Kirchenchor Erkersreuth, dem Posaunenchor Selb und den „Singing Friends“ des TuS Erkersreuth für die musikalische Begleitung bei Gottesdiensten.

„Kontakt“ feiert Jubiläum

Nun bereite sich die Kirchengemeinde auf die Herausforderungen des neuen Jahres vor, darunter das Jubiläum des Gemeindebriefs „Kontakt“. „Zu Ostern steht die 150. Nummer des Gemeindebriefs an und damit das 50. Jubiläum. Dazu werden wir eine besondere Jubiläumsausgabe mit manchen Überraschungen vorbereiten. Wie gut unser Kirchenbote angenommen wird, sehen wir daran, dass er fast ausschließlich über Spenden finanziert werden kann“, so Henkel.

Der Pfarrer stimmte die Zuhörer auch auf die nächste Kirchenvorstandswahl im Oktober ein. „Letztes Mal hatten wir 16 Kandidatinnen und Kandidaten. Wir sind zuversichtlich und hoffen, dass sich wieder eine große Zahl an Menschen bereit erklärt, zu kandidieren und das Gemeindeleben aktiv mitzubestimmen.“ Bereits jetzt freue sich die Gemeinde außerdem auf die Fertigstellung des neuen Kirchenkreuzes für Selb-Plößberg.

Der stellvertretende Vertrauensmann des Kirchenvorstands Udo Rödel sagte in seiner Ansprache: „Wir haben erstmals seit vielen Jahren den Tod von zwei lieben Kollegen bei laufender Amtszeit zu beklagen. Das steckt man nicht so einfach weg.“ Rödel betonte die Rolle der örtlichen Kirchengemeinden. „Die Welt spielt zur Zeit ohnehin verrückt. Umso wichtiger ist, dass wir als Kirchengemeinde vor Ort den Menschen Orientierung, Halt und Heimat bieten.“

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