In Frankfurt Empathisches aus dem Fichtelgebirge

Harald Etzemüller (Mitte), Vorsitzender der „Eulengasse“ stellte die Künstler Wolfgang Hermann (rechts) und Arturo Laime vor Foto: pr.

Wolfgang Herrmann, Gründer des Kultur- und Kunstvereins Tröstau stellt in Frankfurt aus; zusammen mit dem auch in Tröstau bekannten Maler Arturo Laime.

Der Tröstauer Wolfgang Hermann stellt seine Skulpturen gemeinsam mit den Bildern des von der Kunst-Kirchweih in Tröstau bekannten peruanischen Malers Arturo Laime in Frankfurt aus. Vom 14. bis zum 29. Januar ist laut einer Mitteilung „Die Empathie der Dinge“ im Ausstellungsraum der Eulengasse in Frankfurt-Bornheim zu sehen.

Der aus dem Fichtelgebirge stammende Wolfgang Hermann studierte und arbeitete lange in Frankfurt, bis er wieder ins Fichtelgebirge zurückkehrte, die Kunst in Tröstau belebte, den Kunst- und Kulturverein gründete und die Tröstauer Kunstkirchweih ins Leben rief.

Der Vorsitzende des Kultur- und Kunstvereins Tröstau zeigt in Frankfurt „natural ready made“-Werke – expressive Skulpturen, bei denen er vorgefundene Materialien aus Metall und Holz zu einem neuen Ganzen zusammenführt. Seine Kunst fokussiert sich auf die Empathie und die Verbindungen zwischen Menschen und Dingen und sucht nach Wegen, diese Beziehungen in seinen Arbeiten darzustellen.

In den Werken kommt seine Liebe zur Natur und Landschaft aber auch die Vergänglichkeit zum Ausdruck. Ein Video von seiner Installation „der Ball ist Rot“ auf dem ATG Sportplatz von der Kunstkirchweih 2018 in Tröstau zeigt seine Vorstellungs- und Überzeugungskraft.

Kunst zum Nachdenken

Arturo Laime, geboren in Peru und seit einigen Jahren in Deutschland lebend – erst in Frankfurt und mittlerweile im Schwarzwald – ist bekannt für seine expressiven und farbenfrohen Gemälde, die sich mit Themen wie Identität, Kultur und sozialen Fragen auseinandersetzen. Seine Kunst zeichnet sich durch ihre Intensität und Emotionalität aus und versucht, die Betrachter und Betrachterinnen zum Nachdenken anzuregen. Die Bilder von Arturo Laime sind geprägt von seiner Liebe zur und seinem Einsatz für die Natur und drücken sowohl persönliche Erfahrungen als auch die größeren gesellschaftlichen Prozesse aus, die die Welt prägen.

Der Ausstellungsraum war bereits zu Beginn der Vernissage gut gefüllt, doch es kamen immer noch weitere Besucher, sodass selbst die Mitglieder der Eulengasse überrascht waren über die Zahl der Gäste.

Widrigkeiten im Künstlerdasein

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der Eulengasse, Harald Etzemüller, erläuterte Gunzelin Schmid Noerr, emeritierter Professor der Philosophie an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach, seinen Blick auf die Werke beider Künstler und die Empathie der in den Werken dargestellten Dinge. Vor der offiziellen Eröffnung hatte es sich Wolfgang Hermann nicht nehmen lassen, zwei Gedichte aus eigener und Robert Gernhardts Feder vorzutragen, um die Widrigkeiten im täglichen Schaffen eines Künstlers zu verdeutlichen.

Die Ausstellung „Die Empathie der Dinge“ bietet Besuchern die Möglichkeit, die vielfältigen Kunstauffassungen von Arturo Laime und Wolfgang Hermann zu entdecken und sich auf eine faszinierende Reise durch die Empathie der Dinge zu begeben. Die Ausstellung ist eine Gelegenheit, die Kunst von zwei talentierten Künstlern zu erleben und sich von ihren Visionen und Ideen inspirieren zu lassen.

Die Werke von Wolfgang Hermann sind in Tröstau und sicher auch auf der diesjährigen Kunstkirchweih am ersten Augustwochenende 2023 zu sehen, zu der vielleicht auch Arturo Laime wieder vorbeischauen wird.

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