In Marktredwitz Gospels geben Glaubensmut

Jürgen Henkel
Weckten ansteckende Begeisterung beim Publikum im Marktredwitzer Pfarrhof: die vereinigten Gospelchöre aus Marktredwitz, Wunsiedel und Selb Foto: /Jürgen Henkel

Beim Konzert der Gospelchöre aus Marktredwitz, Selb und Wunsiedel springt der Funke schnell über. Auch finanziell ist der Abend ein Erfolg: 1590 Euro gehen an „Brot für die Welt“.

Fast schon erinnerte das fröhliche Abendkonzert der Gospelchöre aus Wunsiedel, Selb und Marktredwitz am Sonntag an die „Songs an einem Sommerabend“ auf Kloster Banz. Mit ihren vielen Liedern vermittelten die drei Chöre Glaubensmut und Hoffnung in schwierigen Zeiten. Und das in lauschiger Freiluftatmosphäre unter dem immer noch strahlend blauen Abendhimmel im Pfarrhof von Marktredwitz hinter der Stadtkirche. Das Konzert stieß auf großes Interesse, der Pfarrhof war bis zum den letzten Platz gefüllt.

Instrumentale Begleitung

„Nach drei Jahren können wir endlich wieder einmal singen!“ Mit diesen Worten begrüßte Kantor Michael Grünwald die zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer, aber auch die Sängerinnen und Sänger der drei Gospelchöre. Am Schlagzeug brillierte dazu Martin Wenzel, am E-Bass Rainer Kolbeck und am Klavier bei fast allen Stücken Kirchenmusikdirektor Reinhold Schelter aus Wunsiedel.

Den Auftakt setzte der von Michael Grünwald selbst geleitete gastgebende Gospelchor aus Marktredwitz. Stücke wie „Our God“, „Give Thanks“ und „He ist King“ zauberten gleich zu Beginn eine hoffnungsvolle Glaubensstimmung auf die ganz besondere Konzertbühne dieses lauen Sommerabends. Diesen fröhlichen Einstieg ins Programm setzte das Wunsiedler Ensemble unter der Leitung von Reinhold Schelter fort mit Stücken wie dem hebräischen „Hine ma tov“. Und auch die St.-Andrew-Singers aus Selb unter der Leitung von Constanze Schweizer-Elser boten feinen Gospelswing mit einem Stück aus Afrika und dem Hit „Halleluja“, bei dem auch Andreas Fraas ein tolles Solo hinlegte.

Heiße Rhythmen

Den Abschluss des Abends bildeten mehrere Stücke, die die Chöre gemeinsam erklingen ließen. Den so entstandenen großen Chor dirigierten die drei Chorleiter jeweils abwechselnd. Und da wurde es auch richtig temperamentvoll, wenn etwa das anfänglich leichte und besinnliche „Swing Low Sweet Chariot“ vom Piano allmählich übergeht in ein von heißen Rhythmen getragenes Forte. Dieses Stück und weitere Gospels wie etwa „Deep In My Soul“ zeigten einmal mehr, dass der christliche Glaube auch in der Musik ansteckende Begeisterung zu wecken vermag.

Das Publikum spendete zu Recht viel Applaus, aber auch 1590 Euro für die Aktion „Brot für die Welt“.

Kantor Michael Grünwald freute sich über dieses positive Echo und die gute Resonanz. Er ließ es sich nicht nehmen, auch um neue Chormitglieder für die drei Chöre zu werben. „Jeder Chor hat unter Corona gelitten, mancher hat auch Sänger verloren“, sagte er. „Ich kann alle, die gerne singen, nur einladen, sich auch bei den Gospelchören zu engagieren.“

 

Bilder