In Marktredwitz Grünes Licht für den Haushalt

Rekord bei den Gewerbesteuereinnahmen: 33 Millionen Euro fließen in das Stadtsäckel. Oberbürgermeister Oliver Weigel sieht in Marktredwitz das wirtschaftliche Herz der Region. Foto: /Monika Skolimowska

Der Landkreis und die Regierung von Oberfranken haben das Zahlenwerk für 2024 genehmigt. Die Stadt steht auf finanziell soliden Beinen.

 
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Überraschend ist es sicherlich nicht, aber Signalwirkung hat die Nachricht trotzdem: Die Große Kreisstadt Marktredwitz kann sich freuen. Grund dafür ist, dass die Haushaltsgenehmigung für das Jahr 2024 vor wenigen Tagen durch das Landratsamt Wunsiedel im Fichtelgebirge und die Regierung von Oberfranken erteilt wurde. Das schreibt die Stadt Marktredwitz in einer Pressemitteilung.

Diese Freude teilt laut dieser Mitteilung selbstverständlich auch der, der das Zepter der Stadt in Händen hält: Oberbürgermeister Oliver Weigel. Wenngleich er auch auf schwierige Rahmenbedingungen hinweist. „Die letzten Jahre waren und sind noch immer geprägt von verschiedenen Krisensituationen, die insbesondere der kommunalen Ebene sehr viel abverlangen. Zu nennen sind hier die Auswirkungen der Corona-Pandemie, des Ukraine-Krieges und nicht zuletzt der Energiekrise. Dies spiegelt auch unser Haushalt für das Jahr 2024 und die Vorausschau auf die Jahre bis 2027 sehr deutlich wider“, so der Oberbürgermeister.

Einnahmen auf Rekordniveau

Wie schon in der Vergangenheit muss sich die Stadt Marktredwitz, die sich seit vielen Jahren auf Erfolgskurs befindet, diesen Herausforderungen stellen, um die besten Entwicklungschancen sicherzustellen. Finanziell kann man sich dabei jedoch über Einnahmen auf Rekordniveau und über eine sehr gut ausgestattete Rücklage freuen. Allein, wenn man einen Blick auf die Gewerbesteuereinnahmen wirft, kann es einem schwindlig werden: 33 Millionen Euro – eine Rekordsumme.

So wird es, heißt es in der Pressemitteilung weiter, möglich, das Investitionsprogramm 2024 zu stemmen und dennoch Schulden abzubauen. Zu den großen Investitionsbrocken für 2024 (und auch die folgenden Jahre) zählen beispielsweise die Schulen – Sanierung und Erweiterung der Grundschule und auch die Mittelschule wird die Stadt in Angriff nehmen. Straßenbeleuchtung, neue Radwege, die Glasschleif und Feuerwehrhäuser sind weitere Stichworte an Investitionsposten, die die Stadt in 2024 stemmen will.

Insgesamt habe auch das Landratsamt Wunsiedel das 700-seitige Haushaltswerk der Stadt Marktredwitz positiv gewürdigt. Immerhin konnte man in den vergangenen Jahren über 30 Millionen Euro Schulden abbauen. Zur Verdeutlichung: Im Jahr 2008 lag der Schuldenstand noch bei 54,6 Millionen Euro. Darüber hinaus wurden enorme und bedeutsame Investitionen getätigt, was auch für die Zukunft im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten angestrebt wird.

Spitzenplatz in Oberfranken

Bei der Steuerkraft belegt Marktredwitz erneut nicht nur im Landkreis Wunsiedel, sondern auch in ganz Oberfranken einen Spitzenplatz. Ein Beweis dafür, dass die Große Kreisstadt das wirtschaftliche Herz der Region ist. „Mein herzlicher Dank geht an alle Marktredwitzer Unternehmen und Gewerbetreibenden für ihre herausragend erfolgreiche Arbeit und ihre Standorttreue zu Marktredwitz“, betont Oberbürgermeister Weigel.

„Sie sind es, die Arbeits- und Ausbildungsplätze vorhalten und zusammen mit den Beschäftigten für eine so hervorragende Wertschöpfung und Entwicklung in unserer Stadt sorgen.“

Erfolg zeigt sich auch in der Umlage

Der aktuelle Erfolgskurs von Marktredwitz zeigt sich aber auch bei der Umlagekraft. Wer viel hat, bekommt keine Hilfe – also keine Schlüsselzuweisungen – mehr vom Staat, sondern muss eben selbst etwas abgeben. So rangiert Marktredwitz auch hier in ganz Oberfranken und dem Landkreis Wunsiedel weiter auf einem Spitzenplatz.

Das führt dazu, dass Marktredwitz mit einer Kreisumlage von über 14 Millionen Euro ganz entscheidend zur Sicherung der Haushaltslage des Landkreises beiträgt. Über ein Drittel des ungedeckten Bedarfs des Landkreises muss die Stadt Marktredwitz berappen.

„Ehrliche und solide Haushaltspolitik“

In seiner Gesamtbewertung kommt Oberbürgermeister Oliver Weigel zu dem Schluss, dass der Haushalt 2024 der Stadt Marktredwitz das Gelingen zwischen Haushaltskonsolidierung und nachhaltigen, wichtigen und zukunftsweisenden Investitionen widerspiegelt.

„Dies ist auch immer oberstes Credo während des gesamten Beratungsprozesses gewesen und spricht letztendlich für eine ehrliche und solide Haushaltspolitik“, so der Oberbürgermeister. Sein Dank geht ausdrücklich auch an den Stadtrat, der stets zukunftsorientiert entscheidet und konstruktiv zusammenarbeitet. Auch das ein Schlüssel zum Erfolg der Großen Kreisstadt Marktredwitz.

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